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Pille für den Mann? Darum zweifeln wir daran, dass sie salonfähig wird

Auch wenn es jetzt gleich zwei langfristige hormonfreie Verhütungsmethoden für den Mann geben soll, stellt sich die Frage, ob die „Pille für den Mann“ tatsächlich von Männern angenommen würde. Denn eine Spritze in den Penis zu bekommen, ist immer noch unangenehm, und das Gel ein Fremdkörper. An die „Spermienverlangsamungs-Pille“ muss Mann hingegen denken und Geld kostet sie ebenfalls. Ist Verhütung also immer noch eine Frauensache?

Eine hormonfreie Männerpille, die noch dazu keine Nebenwirkungen hat? Liest sich wie ein Traum, ist aber real. Am National Primate Research Centre in Oregon wurde die „Pille für den Mann“, die auf dem Wirkstoff EP055 basiert, erfolgreich an Rhesusaffen getestet. Die Wirkstoffe in der Pille verlangsamen die Spermien, wodurch die Befruchtung der Eizelle verhindert werden soll. Nur drei Wochen nach dem Absetzen ist alles wieder wie vorher, die Spermien werden wieder schneller und eine Befruchtung auf natürlichem Wege wird so wieder möglich.

Es wird schon lange an der Pille für den Mann geforscht

Bereits im Jahr 2017 wurde mit Vasagel eine hormonfreie Verhütung für den Mann entwickelt und erfolgreich an Affen getestet. Vasagel, bei dem es sich wie der Name bereits verrät um ein Gel handelt, wird mit Hilfe einer Spritze direkt in die Samenleiter von Männern injiziert und führt dazu, dass er vorübergehend unfruchtbar wird. Die Wirkungsweise wird beschrieben wie ein Sieb. Flüssigkeiten wie Urin gehen also durch, Sperma hingegen nicht. Das Gel selbst hat kaum Nebenwirkungen und schützt erfolgreich vor ungewollten Schwangerschaften. Wer Kinder bekommen möchte, kann entweder zehn Jahre lang warten (so lange hält die Wirkung von Vasagel nämlich an) oder aber sich das Gel einfach wieder entfernen lassen und mit der Kinderzeugung loslegen.

Noch sind beide „Pillen für den Mann“ nicht auf dem Markt, und auch, ob sich das jemals ändern wird, bleibt fraglich. Die Männerpille wird sich aus meiner Sicht nämlich nicht zu einem Verkaufsschlager entwickeln – und Verhütung für den Mann sich nicht durchsetzen und somit wohl weiterhin zu großen Teilen „Frauensache“ bleiben, auch wenn sich in einer festen Beziehung natürlich beide Partner um eine Verhütungsmethode bemühen sollten, die für sie gut funktioniert.

Männer sind nicht bereit für die Männerpille

Ich fragte meinen Freund, ob er bereit wäre, die Pille für den Mann zu schlucken. Bisher verhüten wir mit Kondom, weil ich mich weigere, Hormone zu schlucken, mir eine Spirale einsetzen zu lassen oder auf mir persönlich einfach zu unsichere Verhütungsmethoden wie das Diaphragma zurückzugreifen. Seine Antwort: nein. Ein Medikament kann niemals vollständig nebenwirkungsfrei sein, und Affen sind noch lange keine Menschen. Und eine Spritze in den Penis bekommen oder gar eine komplette Vasektomie durchführen lassen? Auf gar keinen Fall!

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Über den Autor/die Autorin

Jana Seelig

Jana Seelig ist jung und schön, sie hat einen großen Freundeskreis, sie liebt ihren Beruf – und sie hat Depressionen. Es gibt Tage, an denen geht gar nichts. Dann muss sie sich oft gut gemeinte Ratschläge anhören, die zeigen, wie wenig ihr Umfeld eigentlich versteht, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt.