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Warum wir uns dazu entschieden haben, eine offene Beziehung zu führen

Eine feste Partnerschaft funktioniert nur monogam. Oder nicht? Den Begriff „offene Beziehungen“ hört man inzwischen immer häufiger und diese Beziehungsform wird für viele Paare zur echten Alternative. Unsere Autorin Nadine Primo lebt selbst in einer offenen Beziehung und spricht hier von ihren Erfahrungen

Warum mein Freund und ich uns vor circa drei Jahren für eine offene Beziehung entschieden haben? Meine Bisexualität war definitiv kein ausschlaggebender Grund hierfür. Aber wir hatten beide unsere Gründe, denn wir hegten die gleichen Vorstellungen von Intimität.

Sex und Liebe waren für uns beide immer schon zwei verschiedene Paar Schuhe gewesen. Bevor wir anfingen uns romantisch zu daten, führten wir eine lockere Affäre, in der wir offen über unsere weiteren Spielgefährten sprachen. Warum sollte sich dies fortan ändern, nur weil wir bemerkten, dass wir uns auch auf emotionaler Ebene näherkommen? Schließlich hatte uns der Sex mit anderen auch nicht davon abgehalten, überhaupt an diesen Punkt zu kommen, an dem wir merkten, dass wir mehr als nur „Freunde mit gewissen Vorzügen“ sind.

Darüber hinaus waren meine monogamen Beziehungen in der Vergangenheit alle am selben Punkt gescheitert: Alltag, Langeweile, Routine, Frust. Ich hatte also genug vom konservativen Beziehungsmodell. Mein Partner wiederum hatte nicht wirklich viel Erfahrung in dieser Hinsicht vorzuweisen, dennoch wollte er weiterhin seine persönliche sexuelle Autonomie genießen. Immerhin hatten die vielen Jahre als Single ihm gezeigt, wie sehr er seine Affären von seiner Gefühlswelt abgrenzen kann.

Nur weil etwas erlaubt ist, passiert es nicht ständig

Wir waren also beide überzeugt davon, dass temporäre Vergnügen mit Dritten auch weiterhin keine Gefahr für uns darstellen würden. Schließlich treffen wir uns auf einer anderen Ebene – auf der Gefühlsebene. Am Ende empfanden wir wohl beide aufgrund unserer Erfahrungen das klassische monogame Beziehungsmodell als einengend und die Neugier, eine alternative Beziehungsform auszuprobieren, siegte. Zugegeben, die ersten Monate haben wir trotzdem monogam gelebt. Die rosa-rote Brille, viel Zeit zu zweit, wie das am Anfang eben nun mal ist.

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Über den Autor/die Autorin

Nadine Primo

Nadine studierte nach dem Abitur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Romanistik und Geschichte (Bachelor of Arts) und Internationale Geschichte der Neuzeit (Master of Arts). Aktuell arbeitet sie als Model und Ghostwriterin, um genug Zeit für ihre Recherchen und Gedanken zu haben und sich das Schreiben zu finanzieren. Das Reisen ist eine ihrer größten Leidenschaften, ebenso wie Literatur, Philosophie, Soziologie und (Kultur-)Geschichte. Als bisexuelle Frau in einer offenen Beziehung teilt sie sowohl auf ihrem Blog und Instagram persönliche Erlebnisse und spricht über (Bi-)Sexualität, (offene) Beziehungen und Achtsamkeit.