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Wir haben uns nicht gesucht aber gefunden

beziehungsweise-Autor Jonathan Bern hat das Alleinsein frustriert und deprimiert. Dann ging er das Wagnis Online Dating ein. Das erste Date verlief gleich erstaunlich gut – und es wird sogar mehr daraus …

Ich hatte mich damit abgefunden, eine Weile ohne Partner zu leben. Meine letzte Beziehung endete vor einigen Jahren mit einer schmerzhaften Trennung. Wie Tausend andere Menschen in der Großstadt hatte ich mich mit meinem Single-Dasein mehr oder weniger arrangiert. Ich hatte den Eindruck, dass dieser Winterschlaf schon eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Meine einsame Wohnung diente mir als Höhle, in der ich mich immer öfter zurückzog. Ich wählte einen altbekannten Weg, um Konflikte und Enttäuschungen zu vermeiden.

Mein Oxytocin-Spiegel war niedrig wie noch nie

Ich sehnte mich nach einer neuen Liebe. Mein Oxytocin-Spiegel war niedrig wie noch nie. Man stirbt sicher nicht an Libidoverlust, auch wenn vor allem die seelische Gesundheit darunter leidet. Ein Schutzmechanismus, um meine Wunden lecken zu können. Die wenigen Bettgeschichten in den letzten Monaten hinterließen einen bitteren Nachgeschmack. Ich brauche eine emotionale Bindung, um mich beim Sex lebendig zu fühlen. Wenn dieses Gefühl nicht mehr vorhanden ist, dann verzichte ich lieber auf Erotik.

Meine unfreiwillige Erfahrung im Zölibat war sicher nicht hilfreich für mein geringes Selbstbewusstsein. Ich wollte raus aus dieser negativen Spirale, wusste aber nicht wie. In einer früheren depressiven Episode fühlte ich mich auch verloren in einem imaginären Labyrinth. Anders als damals bin ich aber heute der Auffassung, dass ich mich nicht mit diesem Schicksal abfinden muss. Was mir Hoffnung gibt, ist die Tatsache, dass ich mich von diesen negativen Gedanken befreien möchte. Ich bilde mir diese Melancholie nicht ein. Ich weiß aber, dass eine Heilung möglich ist.

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Über den Autor/die Autorin

Jonathan Bern

Jonathan Bern ist teils in Deutschland und teils in Frankreich aufgewachsen. Seine Wahlheimat bleibt Nizza, wo er mit 17 auf die merkwürdige Idee kam, einen Magister in Germanistik zu machen. In dieser Zeit schrieb er einen Artikel für die renommierteste französische Zeitung "Le Monde" und beschloss Journalist zu werden. Die Zeitung, bei der er einen Job fand, musste nach einem Jahr Konkurs anmelden und so landete er bei einer Airline, um seine Miete zu zahlen. Seitdem träumt er davon, irgendwann ein Buch zu schreiben..