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Was nur findet er an so einer Frau? Das passt doch gar nicht!

Für Männer zählt die Optik

Soweit erstmal das, was sich am Ende findet. Das heißt aber natürlich nicht, dass Männer nicht grundsätzlich scharf auf hübschere Frauen sind. Das ist ein Klischee und nicht nur das. Für Männer ist die Optik wichtiger, als es das bei Frauen in der Partnerwahl ist. Und dabei ist die Selbsteinschätzung der Männer entweder etwas verzerrt oder wird nicht als Orientierungshilfe bemüht. Anders bei Frauen. Wir berichteten bereits über Attraktivität. Aber alles Wünschen und Wollen hilft nichts, am Ende bekommen wir das, was zu uns passt.

Nicht so in unserem oben erwähnten Fall, der sich, wie erwähnt, bei seiner Suche nach einer Partnerin auf der Attraktivitätsskala nach unten ausrichtet. Was offenbar genauso wenig funktioniert wie der Griff zu den Sternen oder in die Top-Model-Welt.

Aber woran liegt das? Warum lassen sich manche Männer auf Beziehungen mit Frauen ein, die sie nicht attraktiv finden, wo es doch heißt, dass alle Männer vor allem auf Äußerlichkeiten achten?

Wo Wunsch und Wirklichkeit auseinanderfallen

Zum einen lässt sich sagen, dass das worauf man achtet und was einem besonders wichtig erscheint, wie z.B. das Aussehen, natürlich nicht handlungsleitend sein muss. Oder es bestimmt zwar das Handeln und die Suche, aber führt nicht unbedingt zum Erfolg. Das trifft, wie oben beschrieben, auch auf Männer zu, die sich in deutlich besser aussehende Frauen vergucken. Bekommen tun sie sie in der Regel nicht. Es sei denn sie haben hervorstechende Eigenschaften, die Frauen wiederum über die Äußerlichkeiten hinweg schauen lässt. Wie Geld oder Ruhm oder so etwas. Aber auch das, so wissen wir, funktioniert nur in den seltensten Fällen und ist dann in der Regel nicht von Dauer. Zumindest, wenn es die einzige verbindende Attraktion ist.

Es gibt, wie in vielen Lebensbereichen, auch bei der Partnerwahl eine Diskrepanz zwischen Präferenzen und Verhalten. Präferenzen sind vor allem evolutionsbiologisch oder evolutionspsychologisch und soziokulturell geprägt. So kann äußerliche Attraktivität den Hinweis auf Gesundheit und bessere Reproduktionschancen und letztlich gesünderen Nachwuchs geben. Anderseits können auch materielle Faktoren oder sozial-kulturelle Ressourcen, wie Einkommen, Bildung und soziale Herkunft, die Grundlage für die Einschätzung der Zukunftschancen und Beziehungsprosperität geben. Die allermeisten empirischen Forschungsbefunde der letzten Jahrzehnte deuten darauf hin, dass Männer mehr Wert auf das Aussehen legen als Frauen und Frauen wiederum mehr Wert auf das Ressourcenakquisepotential legen als Männer. (2)

Aber wie oben schon erwähnt, können Präferenzen und tatsächliches Verhalten auseinanderfallen. Sie sind bestenfalls ein Indikator für das Verhalten am Partnermarkt. Die Realitäten der Partnerwahl hängen eben nicht nur von den Präferenzen der Akteure, sondern auch von ihrem eigenen Partnerwert und den Bedingungen am Partnermarkt ab. So könnte der gewünschte Partner nicht an einem interessiert sein. Die Mechanismen des Marktes beschränken also die Entscheidungsfreiheit. (3)

Ein verzerrtes Selbstbild kann auch die Wahl verändern

Neben den Präferenzen kommt noch die Sache mit der Selbsteinschätzung dazu. Und diese mag weit ab von der Realität oder der Fremdeinschätzung liegen. Das kann in beide Richtungen gehen. Man kann sich für umwerfend, gutaussehend und unwiderstehlich halten, ohne dass es, umschreiben wir es mal nett, das entsprechende reale Korrelat dafür gibt. Diesen verzerrten Bildern von sich selbst, sind Männer häufiger erlegen als Frauen. Letztere sind deutlich selbstkritischer. Aber es gibt natürlich auch Männer, die sich nicht – quasi naturgegeben – für die allerschönsten Sterne unter der Sonne halten. Und warum man sich selbst weniger attraktiv einschätzt, als andere dies tun, kann wiederum mit dem Selbstbewusstsein zu tun haben. Wenn also diese Fehleinschätzung der eigenen Attraktivität vorliegt, dann kann dies dazu führen, dass man sich eben vermeintlich seinesgleichen, also weniger attraktive Partner sucht. Mangelndes Selbstbewusstsein kann sich natürlich auf allen Ebenen der Partnerwahlkriterien beziehen, nicht nur Äußerlichkeiten. Man fühlt sich für keinen „gut genug“.

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Lénard

Christiane Lénard studierte Psychologie und Soziologie und leitete seit 2010 die wissenschaftliche Abteilung von Parship. Als Matchmaking Expertin weiß sie alles darüber, wer mit wem und warum wie gut zusammenpasst. Ansonsten versucht die Wahlhamburgerin ihre beiden Kinder und ihren Ehemann davon zu überzeugen, wie großartig es ist, im Dauerregen spazieren zu gehen. Da dies in der Regel erfolglos bleibt, vertreiben Sie sich stattdessen die Zeit damit, skurrile Interior- und Designläden aufzuspüren.