Der Schlüssel zu glücklichen Beziehungen und Familien

Emotionale Agilität hilft uns dabei, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen und zu meistern. Was es mit diesem faszinierenden Konzept auf sich hat und wie es sich auch für unser Beziehungsleben nutzen lässt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Dies gelingt emotional agilen Menschen, indem sie durch regelmäßige Übung einen inneren Abstand zwischen sich und ihren Gefühlen (und Gedanken) schaffen. Dieser Abstand ermöglicht es, flexibler auf herausfordernde Umstände zu reagieren. Außerdem trägt er zu einem zufriedeneren Leben bei, weil sich nur so die eigenen authentischen Lebensziele verwirklichen und Werte leben lassen. Emotionale Agilität verhindert also, dass wir starr, nach immer denselben alten Verhaltensmustern handeln und dadurch auch immer wieder in dieselben Fallen tappen.

Emotionale Agilität: Negative Emotionen annehmen und von ihnen lernen

Emotionale Agilität …

  • … umgeht die „Positivitäts-Falle“, d.h. die Ansicht, dass man einfach nur positiv und optimistisch denken müsse und sich dann alle Probleme des Lebens lösen ließen. Diese bis vor einigen Jahren sehr populäre Sichtweise gilt inzwischen durch duzende Studien als endgültig widerlegt – viele Selbsthilfe-Gurus verdienen allerdings immer noch sehr viel Geld damit.
  • … betrachtet „negative“ Emotionen (Wut, Trauer, Ekel, Schuld, Scham usw.) als sinnvolle, wenn auch unangenehme psychische Zustände. Diese Gefühle haben eine Funktion, sie wollen uns etwas aufzeigen und mitteilen, auch wenn sie sich manchmal „irren“. Sie sind unsere Freunde, nicht unsere Feinde. Sie sind wertvoll und informativ. Sie zu ignorieren, verdrängen oder von ihnen abzulenken kann sogar schädlich für unsere Gesundheit sein. Ziel ist es nicht, diese Gefühle zu „beseitigen“ und „abzuschütteln“ (à la Taylor Swift: „Shake it off“), sondern liebevoll anzunehmen und neugierig zu betrachten, ohne automatisch nach ihnen zu handeln (innerer Abstand!). Insofern stellt emotionale Agilität eine Form der Emotionsregulation dar.
  • … ist ein Konzept, das auf Ergebnissen jahrzehntelanger Forschung basiert – u.a. zur so genannten Achtsamkeits- und Commitment-Therapie (ACT) und anderen achtsamkeits- und emotionsfokussierten Therapie- und Beratungsangeboten (z.B. MBSR nach Jon Kabat-Zinn). Diese wurden ihrerseits stark durch die buddhistische Philosophie inspiriert.
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