Mein gebrochenes Herz

Sie hatte nicht daran geglaubt, dass ein menschliches Herz wirklich brechen kann – bis sie es selbst erlebte. Unsere Autorin erzählt eine sehr persönliche Geschichte über ihre Erfahrung mit dem Broken-Heart-Syndrom

Der Morgen danach. Ich wache auf aus einem mehr als unruhigen Schlaf. Was für eine Horrornacht! Drei Stunden. Wenn es hochkommt, habe ich drei Stunden geschlafen letzte Nacht. Und das auch nur, weil ich vom Weinen bis ins Endlose erschöpft gewesen war.

Nur langsam realisiere ich, wo ich bin: in meiner eigenen Wohnung. In den letzten neun Monaten war ich nur selten hier gewesen, hatte lediglich drei Nächte hier verbracht. Schließlich hatte ich nach vier Jahren Beziehung mein Zuhause im Domizil eines anderen Menschen gefunden. Meines Lieblingsmenschen.

Wenn ich an diesen Menschen denke, zieht sich mein Brustkorb schmerzhaft zusammen. Mein Herz beginnt zu rasen. Ich weiß, dass dieses Rasen noch viele Tage andauern und immer wiederkehren wird. Ich spüre ein undefinierbares Engegefühl sowie ein sehr unangenehmes, schmerzhaftes Ziehen in der Brust. Mein Kopf dröhnt, mir ist unheimlich schlecht, ich kriege keine Luft. Fühlt sich so ein gebrochenes Herz an?

Das Broken-Heart-Syndrom

Das „Broken-Heart-Syndrom“ bezeichnet eine plötzlich auftretende Herzmuskelerkrankung, die durch großen emotionalen Stress, wie man ihn beispielsweise während/nach einer Trennung erlebt, ausgelöst wird. Tatsächlich haben Menschen, die unter diesem Phänomen leiden, ähnliche Symptome wie bei einem Herzinfarkt: Sie leiden an Atemnot, verspüren ein Engegefühl in der Brust und haben mitunter sogar stärkste Schmerzen.

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