Borderline-Beziehung: 18 Tipps für Partner und Angehörige von Menschen mit Borderline

Menschen mit Borderline („Borderline-Persönlichkeitsstörung) haben Schwierigkeiten damit, stabile Beziehungen aufzubauen und zu erhalten. Ihre Partner fühlen sich meist schnell überfordert. Kann eine Beziehung mit einem „Borderliner“ trotzdem gelingen? Wir geben einen Überblick über das Krankheitsbild, zeigen mögliche Herausforderungen in einer Borderline-Beziehung auf und nennen hilfreiche Verhaltensweisen für Partner und Angehörige

Was ist mit „Borderline“ gemeint?

Borderline: ein Begriff, der für Verwirrung sorgt. Viele haben bereits davon gehört, die wenigstens können sich konkret etwas darunter vorstellen. Und es kursieren viele Vorurteile. Borderline: eine Diagnose, die Betroffene abstempelt und ihren Partnern häufig Angst macht. Gemeint ist mit „Borderline“ die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) so bezeichnete „emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs“. Vorweg sei betont, dass trotz gemeinsamer Merkmale kein Mensch, der an dieser Krankheit leidet, exakt einem anderen betroffenen Menschen gleicht. Auch wenn es sich bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung um eine tiefgreifende Störung nicht zuletzt der zwischenmenschlichen Beziehungsgestaltung handelt („Interaktionsstörung“), lassen sich nicht alle „Borderliner“ über einen Kamm scheren und sollte nicht übersehen werden, dass in jedem Menschen eine Fülle von Stärken schlummern – auch in den schwersten Krankheitsphasen und Krisen.

Borderline-Persönlichkeitsstörung: Typische Merkmale und Symptome

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung geht mit einem oft plötzlichen Wechsel zwischen Extremen einher, zwischen emotionalen Hochs und Tiefs, intensiv erlebten Gefühlen („Gefühlsüberflutung“) und totaler innerer Leere, zwischen Hass und Liebe, Idealisierung des Partners und heftiger Ab- und Entwertung. Wenn es für Gefühle, bildlich gesprochen, Bonuspunkte gäbe, besäße jeder „Borderliner“ quasi eine BahnCard 100. Die Angst vor dem Verlassenwerden ist übergroß, das Gefühl der Einsamkeit kann kaum ertragen werden. Überhaupt fällt „Borderlinern“ die Regulation ihrer Gefühle extrem schwer oder sie gelingt gar nicht. Eine Betroffene fasst dies so zusammen: „Man könnte sagen: Bordis [Menschen mit Borderline] haben soviel Power wie ein Sportwagen, aber Bremsen wie ein Polo. Kein Wunder, dass man da manchmal aus der Kurve fliegt.“ (Hofer, 2016).

Borderline-Beziehungen werden sehr intensiv geführt

„Borderliner“ treibt es meist in sehr, sehr, sehr intensiv geführte, emotional sehr, sehr, sehr aufgeladene Beziehungen, die schnell vieles sind, nur nicht langweilig und leise. Aber auch die scheinbar gewonnene zwischenmenschliche Nähe macht Angst, wird nicht ertragen. Nähe und Distanz können nicht richtig ausbalanciert werden. So kommt es schnell zu bisweilen heftigen Konflikten und Gefühlsexplosionen, insbesondere dann, wenn die Gefühle auf den Partner überschwappen und dieser mit ins Emotionskarussell einsteigt.

In extremen Fällen sprechen Experten bei Borderline von „zerstörerischen Beziehungen“. In vielen Fällen kommt es schon bald zu Zerwürfnissen und Trennungen. Überspitzt gesagt: „Borderliner“ zerstören ihre zwischenmenschlichen Beziehungen, ohne die sie nicht leben können.

Kurze Dauer von Borderline-Beziehungen

Die Dauer einer „Borderline-Beziehung“ – wenn ein Partner oder beide betroffen sind – ist im Vergleich zu anderen Gespannen im Mittel deutlich reduziert (vgl. Bouchard et al., 2009). Doch auch fernab von Borderline-Beziehungen, im Alleinsein, ist das emotionale Erleben extrem, wenn akut nicht gerade das Gefühl einer „hämmernden Leere“ vorherrscht oder Depressionen oder psychoaktive Substanzen wie Alkohol oder Cannabis den Affekt abschwächen. Betroffene leiden unter teils heftigen Selbstzweifeln und Selbsthass, vor allem aber an unerträglichen inneren Spannungszuständen, die manchmal wie aus dem Nichts zu kommen scheinen und kaum in Worte zu fassen sind.

Betont werden sollte: Die Borderline-Symptomatik ist nicht Simulation oder Vorsatz. Tatsächlich geschieht das meiste beziehungsdestruktive Verhalten unbewusst, eine Feststellung, die gerade für Partner häufig schwer zu akzeptieren ist, insbesondere in und nach Partnerschaftskrisen. Im Gegensatz etwa zu antisozialen Persönlichkeiten bemerken „Borderliner“ meist sehr schnell, welchen Scherbenhaufen sie in Beziehungen angerichtet haben und können dem Partner gegenüber Reue zeigen.

Menschen mit Borderline („Borderline-Persönlichkeitsstörung) haben Schwierigkeiten damit, stabile Beziehungen aufzubauen und zu erhalten. Ihre Partner fühlen sich meist schnell überfordert. Kann eine Beziehung mit einem „Borderliner“ trotzdem gelingen? Wir geben einen Überblick über das Krankheitsbild, zeigen mögliche Herausforderungen in einer Borderline-Beziehung auf und nennen hilfreiche Verhaltensweisen für Partner und Angehörige

Was ist mit „Borderline“ gemeint?

Borderline: ein Begriff, der für Verwirrung sorgt. Viele haben bereits davon gehört, die wenigstens können sich konkret etwas darunter vorstellen. Und es kursieren viele Vorurteile. Borderline: eine Diagnose, die Betroffene abstempelt und ihren Partnern häufig Angst macht. Gemeint ist mit „Borderline“ die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) so bezeichnete „emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs“. Vorweg sei betont, dass trotz gemeinsamer Merkmale kein Mensch, der an dieser Krankheit leidet, exakt einem anderen betroffenen Menschen gleicht. Auch wenn es sich bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung um eine tiefgreifende Störung nicht zuletzt der zwischenmenschlichen Beziehungsgestaltung handelt („Interaktionsstörung“), lassen sich nicht alle „Borderliner“ über einen Kamm scheren und sollte nicht übersehen werden, dass in jedem Menschen eine Fülle von Stärken schlummern – auch in den schwersten Krankheitsphasen und Krisen.

Borderline-Persönlichkeitsstörung: Typische Merkmale und Symptome

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung geht mit einem oft plötzlichen Wechsel zwischen Extremen einher, zwischen emotionalen Hochs und Tiefs, intensiv erlebten Gefühlen („Gefühlsüberflutung“) und totaler innerer Leere, zwischen Hass und Liebe, Idealisierung des Partners und heftiger Ab- und Entwertung. Wenn es für Gefühle, bildlich gesprochen, Bonuspunkte gäbe, besäße jeder „Borderliner“ quasi eine BahnCard 100. Die Angst vor dem Verlassenwerden ist übergroß, das Gefühl der Einsamkeit kann kaum ertragen werden. Überhaupt fällt „Borderlinern“ die Regulation ihrer Gefühle extrem schwer oder sie gelingt gar nicht. Eine Betroffene fasst dies so zusammen: „Man könnte sagen: Bordis [Menschen mit Borderline] haben soviel Power wie ein Sportwagen, aber Bremsen wie ein Polo. Kein Wunder, dass man da manchmal aus der Kurve fliegt.“ (Hofer, 2016).

Borderline-Beziehungen werden sehr intensiv geführt

„Borderliner“ treibt es meist in sehr, sehr, sehr intensiv geführte, emotional sehr, sehr, sehr aufgeladene Beziehungen, die schnell vieles sind, nur nicht langweilig und leise. Aber auch die scheinbar gewonnene zwischenmenschliche Nähe macht Angst, wird nicht ertragen. Nähe und Distanz können nicht richtig ausbalanciert werden. So kommt es schnell zu bisweilen heftigen Konflikten und Gefühlsexplosionen, insbesondere dann, wenn die Gefühle auf den Partner überschwappen und dieser mit ins Emotionskarussell einsteigt.

In extremen Fällen sprechen Experten bei Borderline von „zerstörerischen Beziehungen“. In vielen Fällen kommt es schon bald zu Zerwürfnissen und Trennungen. Überspitzt gesagt: „Borderliner“ zerstören ihre zwischenmenschlichen Beziehungen, ohne die sie nicht leben können.

Kurze Dauer von Borderline-Beziehungen

Die Dauer einer „Borderline-Beziehung“ – wenn ein Partner oder beide betroffen sind – ist im Vergleich zu anderen Gespannen im Mittel deutlich reduziert (vgl. Bouchard et al., 2009). Doch auch fernab von Borderline-Beziehungen, im Alleinsein, ist das emotionale Erleben extrem, wenn akut nicht gerade das Gefühl einer „hämmernden Leere“ vorherrscht oder Depressionen oder psychoaktive Substanzen wie Alkohol oder Cannabis den Affekt abschwächen. Betroffene leiden unter teils heftigen Selbstzweifeln und Selbsthass, vor allem aber an unerträglichen inneren Spannungszuständen, die manchmal wie aus dem Nichts zu kommen scheinen und kaum in Worte zu fassen sind.

Betont werden sollte: Die Borderline-Symptomatik ist nicht Simulation oder Vorsatz. Tatsächlich geschieht das meiste beziehungsdestruktive Verhalten unbewusst, eine Feststellung, die gerade für Partner häufig schwer zu akzeptieren ist, insbesondere in und nach Partnerschaftskrisen. Im Gegensatz etwa zu antisozialen Persönlichkeiten bemerken „Borderliner“ meist sehr schnell, welchen Scherbenhaufen sie in Beziehungen angerichtet haben und können dem Partner gegenüber Reue zeigen.

Weitere interessante Beiträge