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Wenn Anspruch und Wirklichkeit aufeinandertreffen: Wie soll mein Partner sein?

Gastautor Leonard Anders blickt hinter die Fassade: Woher kommen unsere Vorstellungen vom Traumpartner? Und warum sind wir so enttäuscht, wenn der nicht dem Bild entspricht, das wir uns von ihm gemacht haben?

Viele Menschen haben eine sehr genaue Vorstellung von ihrem „Traumpartner“. Es ist ein Idealbild, wie jemand zu sein hat. Wir gehen davon aus, dass dieser Mensch mit all den von uns gewünschten Attributen in der Lage ist, uns glücklich zu machen – oder zumindest unsere Bedürfnisse erfüllen kann. Es hört sich total toll an, wenn wir von jemandem erzählen, der so ist, wie wir uns das vorstellen. Das aber ist alles reine Theorie. Niemand löst sich gern von seinen Idealen: Diese sind es doch, von denen wir annehmen, dass sie uns vollkommen machen.

Die Praxis sieht es oft ganz anders aus: Wir lernen jemanden kennen, der auf den ersten Blick unsere Erwartungen oder Ansprüche erfüllt. Sobald dieser Mensch dann aber eine andere Facette von sich zeigt, die nicht mit dem Wunschbild übereinstimmt, wird’s emotional brenzlig, denn wir haben auf einmal die Angst, dass dieser Mensch doch nicht in der Lage ist, uns glücklich zu machen. Jedoch – und das bedenken viele einfach nicht – ist jeder für sein Glück selbst verantwortlich.

Ich mag Austausch. Und ich mag auch Augenhöhe. Und es ist immer wieder erstaunlich für mich, wenn ich wahrnehme, was Menschen in dem sehen, das ich von mir zeige. Oft verstehen sie etwas anderes als ich gesagt oder beabsichtigt habe. Und oft missverstehe ich mein Gegenüber. Woran das liegt? Nun, auch das ist Projektion. Ich sehe im anderen etwas, beziehungsweise seine Handlung löst etwas in mir aus, das ich dann mit einer anderen Situation aus meinem Leben verbinde. Dieser Vorgang passiert unbewusst, beinahe automatisch. Daraus resultieren Missverständnisse. Menschen bewerten viel zu schnell, sie urteilen, sie glauben ihren Gedanken voreilig und tun die Projektion als die einzig wahre Realität ab.

Der Dialog im Außen kann nur stimmig sein, wenn der Dialog mit dem Inneren funktioniert.

Wir haben ein anderes Bild von uns selbst, als die anderen. Und auch die sehen andere Menschen nicht so, wie sie sind, sondern so, wie wir uns vorstellen, wie sie diese sehen. Das ist menschlich, aber es hilft nicht bei einer Beziehung auf Augenhöhe. Vielmehr frustriert es uns und wir denken, dass der andere uns niemals so mögen wird, wie wir wirklich sind.

Das Zauberwort in der Beziehung lautet Kommunikation. Man sagt dazu auch Dialog. Der Dialog im Außen kann nur stimmig sein, wenn der Dialog mit dem Inneren funktioniert.

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Über den Autor/die Autorin

Leonard Anders

Im Jahr 2015 wurde bei Leonard Anders eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Kurz nach seiner mittleren Reife hatte er seinen ersten Zusammenbruch und mit ihm begann eine wahre Odyssee. Er war fast ein Jahr durchweg in der Psychiatrie, überlebte drei Suizidversuche, war obdachlos und kämpfte sich von ganz unten wieder nach oben. Nach erfolgreicher Aufarbeitung seiner verletzten inneren Kindanteile arbeitet Leonard Anders heute als Coach und Lebensberater und hilft Menschen dabei, ihre Glaubenssätze und Trigger aufzulösen.