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Frischgebackene MILFs oder doch nur Mütter?

Die Bloggerin Katja Grach beschreibt in ihrem Buch „MILF Mädchenrechnung“ die MILF als kulturelles Gütezeichen für Mütter, die trotz Babybrei und Kinderkacke-Phasen noch immer zwischen 8 und 10 Punkte auf der Fuckability-Skala erreichen. Die MILF als verbales Arschgeweih für ein Sexleben „nach“ der Mutterschaft sozusagen. Lesen Sie hier einen Buchauszug

Wie stark wirtschaftliche Interessen an der MILF beteiligt sind, zeigt die Diskussion um postschwangere Körper in Frauenzeitschriften und in der Klatschpresse. Bis zur Geburt meines eigenen Sohnes wusste ich beispielsweise nicht, wie eine Wöchnerin tatsächlich unmittelbar nach der Geburt oder wenige Tage danach aussieht. Ich hatte mir nicht nur keine Gedanken darüber gemacht, ich hatte auch noch nie Bilder dazu gesehen. Natürlich ist es irgendwie logisch, dass ein Körper, der sich 40 Wochen lang auf dieses Ereignis vorbereitet hat, nicht innerhalb weniger Stunden so aussehen kann, als wäre nichts geschehen. Aber überrascht war ich doch sehr über meinen Post-Baby-Bauch.

In der Öffentlichkeit furios diskutiert wurde Kate Middeltons Fotoshooting nach der Geburt ihres ersten Kindes George. Alle sprachen über den Mummy Tummy, der zu sehen war. Die einen verwundert, überrascht, entsetzt, die anderen jubelnd – endlich zeigt’s mal eine. Gewohnt sind wir schließlich eher Bilder von Heidi Klum, wie sie wenige Wochen nach der Geburt ihres Kindes über den Laufsteg als Victoria’s-Secret-Engel schwebt.

Da wundert es auch nicht, dass Beyoncé bei ihrer ersten Schwangerschaft immer wieder mit Leihmutterschaftsgerüchten konfrontiert wurde. Umso logischer, dass sie ihre Zwillingsschwangerschaft 2017 medial inszenierte, um nicht wieder ins Kreuzfeuer zu gelangen. Ihre alte Figur hatte Beyoncé relativ bald nach der Geburt wieder. Von weiblichen Stars wird dies schließlich erwartet. Von Lieschen Müller aber mittlerweile auch. So machte im November 2016 die Handelskette dm in Österreich mit einem speziellen Beauty-Programm für Schwangere von sich reden, damit diese möglichst ansehnlich den Kreißsaal betreten können. Schließlich ist ja Hebammen und anderem medizinischen Personal der Anblick von behaarten Beinen und unmanikürten Füßen nicht zuzumuten. Der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten.

Aber auch für die Zeit nach der Schwangerschaft gibt es zahlreiche Tipps, wie eine Frau wieder zum heißen Feger werden kann. Die Bloggerin aufzehenspitzen hat eine geradezu absurde Sammlung von Schlagzeilen zusammengestellt, die dieses „Phänomen“ beschreiben.

Da bringt der Bindegurt „den Bauch wieder in Form“, bei anderen sitzt auch nach drei Monaten „nach der Geburt der Speck auf den Hüften“, ein anderes Mal wird es scheinbar selbstkritisch „unverschämte Kritik“ genannt, wenn eine Frau nicht wieder schnell genug erschlankt, dann wiederum ist es der Triumph, dass das Gewicht wieder „normal“ sei.

In Deutschland gibt es ein Fitness-Programm mit dem klingenden Namen month11, das Frauen bei der Erlangung der Traumfigur gleich nach der Geburt unterstützen möchte. Der Personal-Trainer nennt sich passenderweise „Der M.I.L.F.-Macher“. Also der, der die Mütter wieder für die Allgemeinheit ansehnlich und fickbar macht. Da ist er nicht der Einzige.

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