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Speed-Dating: Frauen treffen im Drei-Minutentakt

Sehr schnell stellte ich aber fest, dass die drei Minuten Gesprächszeit bis zum Bimmeln der Glocke und Platzwechsel viel zu kurz bemessen war. Um mehr als ein paar Basisinformationen über meine Gegenüber zu sammeln, reicht die Zeit nicht für mich. Das war mein Eindruck nach den ersten drei Gesprächen, die eher hektisch und laut abliefen. Hektisch wegen der wenigen Zeit und laut, weil bis zur Pause die Männer und Frauen an einer langen Tischreihe quasi Ellenbogen an Ellenbogen saßen und versuchten, sich gegenseitig zu überbrüllen. Das Moderatorenteam reagierte aber hervorragend, als in der Pause auf diesen Missstand hingewiesen wurde und verteilte die Anwesenden fortan besser an die Tische im Lokal.

Das entspannte die Lage etwas, fühlte ich mich vorher doch ein wenig beobachtet. Nicht nur von den Frauen, sondern auch von meinen männlichen Mitbewerbern. Diese versuchten nämlich gerne wenn sie an der Frau mir gegenüber Interesse hatten und ihr aktuelles Date nicht so spannend fanden, ihr Gespräch mit meiner Tischdame fortzuführen. Als wenn ich es nicht schon schwer genug hätte, immer der Mann zu sein, der nach dem durchtrainierten 1,90-Meter-Strahlemann dran war.

Wiederholungs- oder Erholungsbedarf?

Der erkenntnisreiche, überaus vergnügliche Abend neigte sich irgendwann dem Ende und ich zog mein Resümee. Erwartet hatte ich eine Ansammlung von Übriggebliebenen und Nerds, die sich mit Kontaktaufnahme und Kommunikation schwer tun. Bekommen habe ich aber eine interessante Mischung freundlicher Menschen, aus allen Gesellschaftsschichten, mit spannenden Berufen und Hobbys, die allesamt nicht auf den Mund gefallen waren und sehr offen und ehrlich rüber kamen. Die Chance darauf, den Heimweg schockverliebt anzutreten ist wahrscheinlich eher gering, aber die Möglichkeit jemanden kennenzulernen, den man gerne wiedersehen möchte, ist schon recht groß. Und wenn man auf der anderen Seite ebenfalls Eindruck hinterlassen hat, dann erfährt man nach 48 Stunden davon, erhält die E-Mail-Adresse dieser Person und kann dann an seinem Glück weiterschmieden. Wenn nicht, dann konnte man zumindest ein bisschen an seiner Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit arbeiten und eine völlig neue Erfahrung machen. Das alles zum Preis einer Kinokarte und einer großen Cola-Popcorn-Kombi (und da weiß man vorher auch nicht, ob der Abend ein erfolgreicher wird).

Mir hat es Spaß gemacht.

Und sollte es diesmal nicht geklappt haben mit einem Match, dann würde ich es gerne zu einem späteren Zeitpunkt nochmal probieren wollen.

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Über den Autor/die Autorin

Thorsten Wittke

Thorsten Wittke ist in Essen geboren, aufgewachsen und liebt das Ruhrgebiet. Er hat erst spät mit dem Schreiben begonnen, vorher studierte er BWL und hat in der freien Wirtschaft gearbeitet. Heute bloggt er über seine Sicht auf die Welt und arbeitet an seinem ersten Buch. Er ist Single und seine Leidenschaften sind das Reisen, Kino, Theater und der Triathlonsport.