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Wie oft Sex zu haben macht glücklich?

Wie oft Sex haben? Das ist abhängig von der Lebensphase!

Auch in unseren Beziehungen durchlaufen wir verschiedene Phasen. Gerade in der Zeit des Kennenlernens und gegenseitigen Beschnupperns ist Sex DIE Möglichkeit, sich näher zu kommen. Statistisch gesehen tun wir es auch hier öfter. Unsere Dates strotzen nur so vor Lust und Begehren. Wie oft hat man Sex in dieser Zeit? Einmal in der Woche? Pustekuchen! Am Liebsten jeden Tag und jede Minute. Dann beruhigen sich unsere Hormone wieder, die rosarote Brille wird klarer und wir erinnern uns an den Rest unseres Lebens. Der Rausch lässt nach und lässt uns wieder aufatmen. Sex ist immer noch wichtig, aber wir haben mittlerweile auch andere Möglichkeiten, uns nahe zu sein, da wir einander besser kennen. Trotzdem fragen wir uns, wo denn nur die unbändige Lust der Anfangszeit geblieben sein mag. Kommen jetzt noch Kinder, wird es in vielen Betten ziemlich still, abgesehen vom Babygeschrei. Wer jetzt die Kurve kratzt, kann sich in dieser neuen Rolle als Eltern sexuell noch einmal ganz neu entdecken, so wie auch später in der Phase, in der die Kinder das Haus verlassen. Und so gibt es überall Stolpersteine, aber auch neue Chancen.

Wie oft Sex haben ist normal: Einmal die Woche oder zweimal, dreimal …? Auf die Qualität kommt es an!

Wer einmal in der Woche miteinander schläft, sei zufriedener. Das ist eine Zahl, die nichts über die Qualität der Beziehung oder des Liebeslebens aussagt. In Zeiten, in denen Paare sich grundsätzlich nicht verstehen, sich nicht mehr miteinander übereinander austauschen und nur nebeneinander her leben, ist auch der Sex schnell fad und öde. Uns vergeht die Lust oder wir drängen den anderen zu etwas, das wir selber so eigentlich gar nicht wollen. Gnadensex nennt der Sexualtherapeut Christoph Ahlers das. Warum sollte einmal Sex in der Woche etwas daran ändern? Hier ist es eher umgekehrt: Wenn wir uns gut verstehen und aufeinander achten, uns gegenseitig das Gefühl geben, wichtig füreinander zu sein, dann stärken wir unsere Beziehung mit dieser intimen Form der Kommunikation, zeigen dem anderen auf diese Weise unsere Liebe. Da ist es ganz egal, wie oft wir es miteinander treiben. Die Frage die wir uns also stellen sollten, ist nicht „wie oft Sex?“, sondern „wie gut, beziehungsweise wie befriedigend ist unser Sex“.

Wie oft haben Paare Sex? Wir sollten unseren Blick nach innen und nicht nach außen richten

Wir sollten uns also davon lösen, eine Formel für richtig, falsch oder normal zu finden. Und wir müssen schon gar nicht immer Lust aufeinander haben, um zufrieden und glücklich zu sein. Es gibt keine Formel und keine Normalität. Das ist in vielen Lebens- und Beziehungsphasen einfach gar nicht möglich. Vor allem aber sollten wir uns davon lösen, immer auf die anderen zu schauen und uns zu fragen wie oft andere Paare Sex haben. Und so stellen auch die Psychologen der Studie fest: „Vielleicht fühlen sich Paare zufrieden, solange sie meinen, dass sie es so oft tun, wie der Durchschnitt der Paare in ihrem Alter.“

Wichtig: Was uns gut tut, ist für jeden Menschen und für jedes Paar anders. Deswegen muss jedes Paar für sich selbst entscheiden, wie oft es Sex haben möchte.

Wichtiger ist doch, ob wir uns mit dem wohlfühlen, was wir haben. Dann ist es egal, wie oft wir Sex haben. Und dass wir uns wohlfühlen, liegt nicht am Sex, sondern an der Art der Beziehung, die wir führen. Sind wir uns wirklich nahe und haben einen emotionalen Austausch, dann kann weniger genau richtig sein. Oder auch mehr. Oder gar keiner.

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Über den Autor/die Autorin

Anja Drews

„In der Liebe gibt es nichts, was es nicht gibt“ - Unter diesem Motto widmet sich die Diplom-Sexualpädagogin allen Fragen rund um Partnerschaft und Sexualität. In ihrem Blog und auch in ihrem Podcast schreibt und redet sie über alles, was unsere Sexualität betrifft. Informativ. Unterhaltsam. Aufklärend.