Petting – der unterschätzte Spaß (nicht nur für Teenager)

Den Begriff “Petting” verbinden viele Menschen mit ihrer Zeit als Teenager. Doch auch Erwachsene können viel Spaß beim Sex ohne Penetration haben. Jana Seelig erklärt, wie man Petting neu für sich entdecken kann.

Den Begriff “Petting” verbinden viele Menschen mit ihrer Zeit als Teenager. Doch auch Erwachsene können viel Spaß beim Sex ohne Penetration haben. Jana Seelig erklärt, wie man Petting neu für sich entdecken kann

Schlägt man “Petting” im Duden nach, erhält man die folgende Bedeutung:

“[bis zum Orgasmus betriebene] gegenseitige Stimulation, bei der die Genitalien berührt werden, es aber nicht zur genitalen Vereinigung kommt”.

Das ist zugegebenermaßen etwas umständlich formuliert, liest sich dann aber doch wie das, was die meisten von uns heute als Vorspiel verstehen. Dabei kann Petting so viel mehr sein als nur der Startschuss für penetrativen Geschlechtsverkehr!

Mal ehrlich: Wann haben Sie und Ihr Partner sich das letzte Mal so richtig viel Zeit genommen, um gegenseitig Ihre Körper zu erkunden, ohne dass es danach wie von selbst zu Sex kam? Vermutlich ist das schon ein bisschen her. Im Laufe einer Beziehung schleichen sich nur allzu häufig bestimmte Rituale ein, und wenn man gemeinsam eine Lieblingsstellung gefunden hat, die Spaß macht und zum Ziel führt, warum sollte man an dieser Routine dann etwas ändern? Ganz einfach: Weil es für beide Partner unheimlich aufregend sein kann, auch nach einer langen Beziehung noch einmal neue Seiten aneinander zu entdecken – und dafür eignet sich Petting ganz ausgezeichnet!

Petting heißt übersetzt: Liebkosen

Petting, das auf Deutsch übersetzt so viel bedeutet wie „liebkosen“, umfasst alle Formen des sexuellen Körperkontakts, abgesehen von Penetrationsverkehr. Dazu gehören zum Beispiel Küsse, das gegenseitige Berühren der Genitalien oder anderer erogener Zonen wie der Innenseite der Oberschenkel, des Pos oder des Halses, aber auch Oralverkehr. Ebenso fällt das Reiben der primären Geschlechtsorgane, beispielsweise am Oberschenkel des Partners, darunter. Auch die lesbische Spielart des „scissoring“, dem sogenannten „Scherensex“, fällt gemäß der Definition unter Petting. Ganz so unschuldig, wie das Wort in unseren erwachsenen Ohren erst einmal klingt, ist das Ganze also gar nicht! 

Beim Petting geht es jedoch nicht nur darum, sexuelle Erregung bis hin zum Orgasmus zu erleben – es baut auch eine ganz besondere Art der Nähe zwischen den beiden Partnern auf. Im Vordergrund steht nämlich vor allem die Zärtlichkeit, mit der man sich dem Körper seines Gegenübers widmet. Petting ist kein Wettlauf zum Höhepunkt, sondern eine Erkundungsreise der Lust – auch wenn natürlich nichts gegen ein bisschen Dirty Talk dabei spricht.

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