Zweifel vor der Hochzeit! Völlig normal oder sollten wir die Trauung absagen?

Blasen Sie die Hochzeit ab, wenn Sie an Ihrem Partner zweifeln

Kleine Unsicherheiten sind in Ordnung, große Zweifel und Ängste davor, sich mit der Verehelichung in eine Art Gefangenschaft zu begeben, sollten Sie allerdings hellhörig werden lassen. Wenn Sie sich gar fragen, ob Sie die richtige Partnerwahl getroffen haben, dann blasen Sie die Hochzeit ab. Es gibt keine guten Gründe, die für eine Hochzeit unter grundsätzlichen Zweifeln sprechen.  Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie mit dem Partner glücklich werden können oder gar schon jetzt nicht mehr sind, dann ist er garantiert nicht derjenige, den Sie heiraten sollten. Wenn Sie feststellen, dass Sie gegensätzliche Erwartungen und Wünsche an die Zukunft haben, wenn Sie ihn schon jetzt nicht mehr begehren oder sich daran stören, wie er in sein Frühstücksbrot beißt, wenn Sie sich zu jemand anderen hingezogen fühlen oder das Bedürfnis haben, fremd zu flirten, dann überlegen Sie noch einmal genau, ob es nicht besser ist, sofort die Reißleine zu ziehen. Gerade als Frau dürfen Sie sich an dieser Stelle einmal mehr auf Ihr Bauchgefühl verlassen. Das haben auch Wissenschaftler der University of California in Los Angeles herausgefunden. Vor der Eheschließung zweifelnde Damen sind ein guter Indikator dafür, ob der Bund fürs Leben hält. 19 Prozent der zukünftigen Ehefrauen, die schon vor der Ehe Bedenken hatten, waren vier Jahre später tatsächlich geschieden. Bei denen, die sich sicher waren, hielt die Ehe nur in 8 Prozent der Fälle nicht, alle anderen waren weiter sicher gebunden. Männer sind hingegen weniger treffsicher in ihren Vorahnungen.

Eine vorrübergehende Unsicherheit ist kein Drama

Je diffuser Ihre Ängste sind und je konkreter diese in Verbindung mit dem Hochzeitsdatum auftauchen, desto eher können Sie davon ausgehen, dass es sich dabei mehr um alte ungelöste Konflikte oder Bindungsängste dreht, als dass es um die falsche Partnerwahl geht. Letztere spricht gegen die Hochzeit.

Wenn Ihre Beziehung dagegen jahrelang gut funktioniert hat und Sie jetzt so kurz vor dem entscheidenden Schritt Panik bekommen, dann wird es sich vermutlich um eine vorübergehende Unsicherheit und Überforderung handeln. Um dieses Problem zu lösen, erweist sich wieder einmal der ganz klassische Weg als der beste: Reden Sie mit Ihrem Partner. Besser heute als morgen. Vielleicht fühlt er sich genauso und Sie können gemeinsam besprechen, wie Sie den Stress der ganzen Sache gemeinsam reduzieren können. Dann klappt es auch mit der Ehe, denn, so fand die oben erwähnte Studie auch heraus: 94 Prozent der Ehen, in denen sich beide Partner einig waren und ohne grundlegende Zweifel, hielten. Das ist doch eine schöne Aussicht.

Ansonsten und zu guter Letzt: Sie müssen ja nicht heiraten. Sie wollen doch wohl nicht Ihr Glück von einer einzigen Feier, einer Unterschrift fürs Amt und einem Ring am Finger abhängig machen. Sie können auch einfach so glücklich sein. Ganz ohne Trauschein. Und aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.

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