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Warum ich die Ehe niemals bereuen werde

Oft beginnt es mit einer romantischen Vorstellung, einem Traum in weiß mit allem Pipapo und großem Tamtam … aber der Lack bröckelt schnell. Weshalb wir trotzdem“Ja“ sagen sollten

Oh ja, ich kenne die beängstigende Statistik nur zu gut: Jede dritte Ehe landet vorm Scheidungsrichter. Da sitzen sie nun, die beiden ehemals so Verliebten, und streiten sich über die Verteilung der Möbel oder, viel schlimmer noch, um Sorgerecht und Unterhaltszahlungen.

Bedenken im Voraus gibt es daher sowieso genug: Wird es mit uns wirklich gut gehen? Bis dass der Tod uns scheidet? Oder werden uns schon viel früher Streitereien entzweien? Wir lieben uns doch, braucht es dazu dann noch einen Trauschein? Ist das nicht sowieso alles schrecklich altmodisch?

Doch auch unter denjenigen, die sich getraut haben, scheint es Menschen zu geben, die das Ja-Wort im Nachhinein bereuen. In der ZEIT und auch in der WELT klagten kürzlich Autorinnen ihr Leid: „Heiraten, so meine Erkenntnis mit etwas Abstand, ist nicht nur überflüssig, sondern total bekloppt.“ Nicht weil sie mit ihrer Partnerschaft unzufrieden seien. Sondern weil es sie als Paar kein Stück verändert hat, und somit unnötig war, oder weil sie es im Nachhinein spießig und auch noch die Ringe häßlich finden oder ähnliches.

Das muss man erstmal sacken lassen.

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Über den Autor/die Autorin

Vitesse Schleinig

Vitesse ist seit vielen Jahren im Auftrag der Liebe beruflich tätig. Ihr privates Glück kam dank Internet zustande: Ihre Beziehung nahm online ihren Lauf. Und noch heute senden sie und ihr Ehemann sich täglich digitale Liebesbotschaften. Mittlerweile sind die beiden zu dritt: Im Mai 2016 kam ihr Sohn zur Welt und stellt seither das Leben ordentlich auf den Kopf.