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Corona-Krise als Weckruf für Beziehungen

Viel gemeinsame Zeit und unfreiwillige Nähe können sowohl Herausforderung als auch Chance für Beziehungen sein. So kann die Corona-Krise genutzt werden, um die Bindung zum Partner zu stärken und persönlich zu wachsen

Die Scheidungsrate in der chinesischen Provinz Wuhan ist seit dem Corona-Lockdown deutlich angestiegen und im angloamerikanischen Raum gibt es sogar eine Wortschöpfung für dieses Symptom: „Covidivorce“. Niemand wird leugnen, dass die Corona-Krise Beziehungen vor eine große Herausforderung stellt. Die verstärkte, „unfreiwillige“ Nähe durch häusliche Isolation und Homeoffice stellt für Partnerschaften einen gewaltigen Stresstest dar. Existenzangst und Sorgen um die Gesundheit machen die Nerven zusätzlich dünner.

Grundbedürfnis emotionale Sicherheit

Doch es liegt nicht nur am strapazierten Nervengerüst, wenn bei einem Streit mit dem Partner urplötzlich große Angst oder sogar Panik aktiviert wird. Sondern daran, dass Menschen in Krisenzeiten verletzlicher und anlehnungsbedürftiger sind. Wenn gewohnte Strukturen und Verlässlichkeiten wegbrechen, ist emotionale Sicherheit ein noch größeres Grundbedürfnis als sonst. Vormals sichere Bindungen in Liebesbeziehungen scheinen dann mitunter unsicher und bedrohlich. In bereits problematischen Beziehungen können derartige Situationen besonders kritische Auswirkungen haben.

Liebeslehren aus der Corona-Krise

Viele Paare merken durch die ungewohnte Situation, wo es in der Beziehung hakt. Probleme, die vorher nie so offensichtlich waren, kommen plötzlich an die Oberfläche. Die Sollbruchstellen von Beziehungen werden sichtbar. Dennoch sehen viele Paartherapeuten Corona-Beziehungskrisen auch als Chance. Denn Krisen bergen immer auch die Möglichkeit für Veränderung und Wachstum. Die Herausforderungen der Pandemie können Menschen dazu veranlassen, ihre Haltung zum Leben und zur Liebe zu überdenken und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nachsicht und Mitgefühl, Großzügigkeit und Verzicht, Dankbarkeit und Demut – davon profitiert auch due Liebe.

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Über den Autor/die Autorin

Kirsten Schwieger

Kirsten Schwieger ist freiberufliche Journalistin und findet, dass auch Mutterliebe die Hormone ganz schön zum Tanzen bringt.