Getrennte Schlafzimmer: Anfang vom Ende oder gesund?

Für getrennte Schlafzimmer gibt es fundierte Argumente – wir sagen Ihnen, warum es sich trotzdem lohnt, in der Beziehung zusammen zu schlafen

Wie sinnvoll sind getrennte Betten in einer Partnerschaft? Die Wissenschaft ist sich hier uneins, denn es gibt nicht nur starke Argumente dagegen, sondern auch wichtige dafür, in einer Beziehung zusammen unter einer Decke zu schlafen.

Paare handhaben diese Frage heute sehr individuell. Einige können neben dem Partner besser schlafen, andere genießen die absolute Nachtruhe lieber allein. Und auch wenn es zunächst unüblich scheint, kennt heute vermutlich jeder mindestens ein Beispiel aus dem engeren Umfeld (Eltern, Bekannte oder sogar man selbst), das zeigt: Getrennte Schlafzimmer zu haben, bedeutet nicht das Ende einer Partnerschaft, sondern ganz einfach, dass man sich für einen erholsamen Schlaf zurückzieht.

Getrennte Schlafzimmer schenken Männern Energie

Besonders Männer leiden häufig darunter, wenn sie mit ihrer Partnerin zusammen schlafen. Die Beziehung beeinträchtigt das zwar höchstens indirekt, Tests konnten aber zeigen, dass sie sich nachts besser erholen, wenn sie ungestört träumen können. Getrennte Betten und die damit einhergehenden Regenerationsprozesse senken bei ihnen die Stresshormon-Konzentration und lassen sie am nächsten Tag mit mehr Energie erwachen. Der britische Schlafforscher Dr. Neil Stanley ist von diesen Ergebnissen wenig überrascht. Historisch betrachtet sei es völlig logisch, dass Menschen allein besser schlafen als neben ihrem Partner, sagt er. Schlaf sei etwas sehr Egoistisches und deshalb allein am Gesündesten.

Frauen brauchen seltener getrennte Schlafzimmer

Auch frau erholt sich nachts am besten, wenn sie und ihr Partner in der Beziehung nicht zusammen schlafen. Da Frauen aber generell einen tieferen Schlaf haben, werden sie von Geräuschen und Bewegungen ihres Nebenmanns tendenziell weniger beeinträchtigt. Und wenn doch, macht es ihnen in der Regel weniger aus, denn rein biologisch können sie unruhigen oder unterbrochenen Schlaf (wie beispielsweise nach der Geburt eines Kindes oder in der Menopause) besser wegstecken als Männer. Es sei denn natürlich, neben ihnen röhrt Nacht für Nacht ein Sägewerk: Das Schnarchen des Partners gilt als größte Störquelle für erholsamen Schlaf und als meistgenannter Grund für getrennte Betten.

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