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Wenn du nach sechs Monaten nicht „Ich liebe dich“ sagen kannst, solltest du lieber gehen.

Ich meine damit nicht einmal, dass man das „Ich liebe dich!“ laut aussprechen muss. Es geht vielmehr um das Gefühl, das man empfinden sollte, wenn man mit seinem Partner zusammen ist. Ein Gefühl, das so viel mehr ist als die anfängliche Verliebtheit – nämlich das, dass man sich vorstellen kann, mit diesem Menschen, mit dem man gerade eine Beziehung führt, auch bis ans Ende seines Lebens zusammen sein kann. Dass das rein statistisch gesehen eher unwahrscheinlich ist, ist mir bewusst – aber man sollte eben auch niemanden daten, von dem man sich sicher ist, dass man ihn in ein bis zwei Jahren – oder spätestens, wenn jemand Besseres kommt – ziehen lassen wird, weil es einfach nicht das ist, was man wirklich will, sondern in erster Linie für den Augenblick sicher und bequem.

Rechtzeitig die Reißleine ziehen

Mein Rat lautet allerdings nicht, mit jemandem Schluss zu machen, nur weil es gerade mal nicht so gut läuft, deshalb versteht mich nicht falsch: Ich bin absolut dafür, an Beziehungen zu arbeiten und ihnen noch eine Chance zu geben. Insbesondere dann, wenn man schon eine lange Zeit zusammen ist und viel miteinander erlebt hat. Ist man allerdings noch in der Anfangsphase einer Beziehung und merkt, dass es nicht das Richtige für einen selbst ist und man den Partner oder die Partnerin früher oder später enttäuschen würde, sollte man die Reißleine ziehen. Dort draußen wartet nämlich vermutlich tatsächlich jemand, der besser zu einem passt. Und auch der oder die zukünftige Ex hat mehr verdient, als eine lauwarme, bequeme Liebschaft, bei der jegliche Leidenschaft füreinander bereits in den ersten Wochen der Beziehung aufgebraucht wurde.

Bei „Love is blind“ fällt immer wieder der Satz „Ich bin in einem Alter, wo ich verheiratet sein sollte!“ und auch wenn ich nachvollziehen kann, dass insbesondere auf unverheirateten Frauen ein gesellschaftlicher Druck lastet, halte ich persönlich es für Unsinn, jemanden zu heiraten, nur weil man ein gewisses Alter überschritten hat und man mit dem Auserwählten „ganz okay zusammenpasst“.

Appell für mehr Mut

Nicht wenige von uns sind mit Eltern aufgewachsen, die sich längst nicht mehr verstanden, geschweige denn noch liebten, und dennoch zusammengeblieben sind, „für die Kinder“. Ob das eher genützt oder geschadet hat, darf jeder für sich selbst entscheiden. Ich glaube, dass man – unabhängig davon, wie alt man ist – unbedingt wieder mutiger werden sollte und sich trennen, wenn es wirklich nicht (mehr) passt. Neu anfangen und einen Partner finden, mit dem man besser harmoniert und den man vor allen Dingen aufrichtig liebt, ist gar nicht so schwer, wie uns die Gesellschaft manchmal einreden will. Abgesehen davon ist Single sein auch ganz okay und in jedem Fall besser als eine lauwarme Beziehung oder Ehe.

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Über den Autor/die Autorin

Jana Seelig

Jana Seelig ist jung und schön, sie hat einen großen Freundeskreis, sie liebt ihren Beruf – und sie hat Depressionen. Es gibt Tage, an denen geht gar nichts. Dann muss sie sich oft gut gemeinte Ratschläge anhören, die zeigen, wie wenig ihr Umfeld eigentlich versteht, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt.