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Wenn du nach sechs Monaten nicht „Ich liebe dich“ sagen kannst, solltest du lieber gehen.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du mit deinem Partner wirklich zusammenbleiben willst, solltest du dich trennen. Ihn in einer Wartehaltung zu belassen ist unfair, findet unsere Autorin Jana Seelig

Als Netflix mit seinem Dating-Format „Love is blind“ an den Start gegangen ist, war sofort klar: Das muss ich gucken! Menschen, die sich nie zuvor gesehen haben, verloben sich, nachdem sie drei Tage lang durch eine Wand hindurch miteinander gesprochen haben und treten am Ende der vierwöchigen Dokumentation vor den Traualtar, wo sie sich entscheiden müssen, ob sie nun wirklich heiraten wollen oder nicht. So weit, so trashig.

Dass man in Reality-Formaten selten die große Liebe findet, ist mittlerweile weithin bekannt. Die erste schwule deutsche Dating-Show „Prince Charming“ vielleicht mal außen vor, denn bei dem Prinzen und seinem Auserwählten scheint es wirklich so richtig doll gefunkt zu haben. Zumindest, wenn man ihrer Social-Media-Präsenz Glauben schenkt.

Achtung, Spoiler

Doch zurück zu „Love is blind“. Achtung, Spoiler: Auch wenn sich bereits nach drei Tagen und auch bei den später folgenden persönlichen Treffen inklusive Luxusurlaub und „erster gemeinsamer Wohnung“ immer wieder die Liebe geschworen wurde, vor dem Traualtar haben die meisten blind verkuppelten Paare dann doch „nein“ gesagt. Sie waren schon irgendwie verliebt ineinander, aber für Liebe oder ganz und gar eine Hochzeit hat es am Ende dann doch nicht gereicht.

Verwunderlich war das allerdings nicht. Während ich nachvollziehen kann, dass man sich sehr schnell in jemanden verlieben kann – immerhin passiert mir das regelmäßig, dass ich mich in Menschen verknalle, die ich gar nicht weiter kenne, allerdings ohne dieser Verliebtheit tatsächlich nachzugehen – braucht es für das Gefühl der absoluten Gewissheit, dass man jemanden liebt, meist doch mehr als vier Wochen absolute Ausnahmesituation, die mit dem eigenen Alltag so rein gar nichts zu tun hat.

Klartext sprechen

Wer nach spätestens sechs Monaten Beziehung allerdings noch immer nicht „Ich liebe dich!“ sagen kann, sollte es mit seinem Partner oder seiner Partnerin nicht weiter aushalten, in der Hoffnung, dass sich da noch etwas ändert, was die eigenen Gefühle betrifft, sondern lieber früher als später Klartext sprechen und sich trennen. Vor dem Traualtar stehen gelassen zu werden ist peinlich, doch in einer Beziehung nicht ausreichend geliebt zu werden, ist mindestens genauso schmerzhaft. Und einen anderen Menschen nicht ausreichend zu lieben, um ihm das geben zu können, was er oder sie in einer Beziehung verdient, ist für die seelische Gesundheit auf Dauer sicher auch nicht gut.

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Über den Autor/die Autorin

Jana Seelig

Jana Seelig ist jung und schön, sie hat einen großen Freundeskreis, sie liebt ihren Beruf – und sie hat Depressionen. Es gibt Tage, an denen geht gar nichts. Dann muss sie sich oft gut gemeinte Ratschläge anhören, die zeigen, wie wenig ihr Umfeld eigentlich versteht, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt.