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Die Liebe, die ich niemals hätte empfinden dürfen

Ich wollte nur von dir gehalten werden. Durch deine harte Schale hindurch an den weichen Kern. Nur donnerte ich immer wieder gegen die Schale, bis mir der Kopf wehtat. Ich hielt deine Hand, du hast sie in deinen Schritt gelegt. Ich kuschelte mich in deinen Arm, du hast mir an den Hintern gepackt. Ich säuselte dir liebevolle Worte in die Ohren, du hast mir deine Zunge in den Hals gesteckt.

Ganz offensichtlich würde da nicht mehr als Sex laufen. Aber ich konnte es nicht wahrhaben. Bis zu diesem einen Tag. Wir lagen noch in den warmen Kissen, als du plötzlich sagtest:. „Ach, es ist so entspannt mit dir! Bei dir muss ich nie Angst haben, dass du dich jemals in mich verliebst.“ Innerlich schrie ich lauthals auf. Entspannt? Dein Ernst??? Aber äußerlich lächelte ich brav und sagte nichts. Deutlicher hättest du mir nicht sagen können, dass ich nur dein Betthäschen war.

Wem mache ich etwas vor?

Ich wusste von Anfang an, dass du nicht der Typ für Beziehungen bist. Dass du nicht der Konvention entsprichst. Die Chancen, dass du dich in mich verliebst, sind immer minimal gewesen. Und ich wusste auch, dass ich mich besser nicht in dich verlieben sollte. Du machst nur Ärger.

Und dennoch. Dennoch liege ich jetzt hier und komme aus diesem Strudel nicht heraus. Ich koche für dich, räume auf, rasiere meine Beine und ziehe enge Klamotten an – weil du das eben so magst. Ich sage nie Nein und bin immer verfügbar für dich, obwohl ich eigentlich Pläne habe. Ich schlucke die verletzten Gefühle herunter und lächle für dich. Weil ich Idiotin mir einbilde, dass du vielleicht doch erkennst, dass ich die Eine für dich bin. Und du? Du kommst, gibst mir einen flüchtigen Kuss auf die Stirn und gehst. Jedes Mal. Du bist nicht nett zu mir. Du stehst nicht zu mir. Und ganz sicher nimmst du keine Rücksicht auf meine Gefühle.

Wieso solltest du auch? Du denkst ja, ich hätte keine Gefühle. Wie kann man nur so blind sein? Mir rollen heiße Tränen über die Wangen. Wie oft habe ich hier schon gelegen und die Decke angestarrt? Und du Penner bekommst davon überhaupt nichts mit. Setzt deine Sonnenbrille auf und grinst dich durchs Leben. Wütend werfe ich ein Kissen gegen die Tür. Ich richte mich abrupt auf und wische die Tränen weg. Schluss damit! Ich werde keine einzige Träne mehr für dich vergeuden. Du hast sie nicht verdient.

Ich schnappe mir mein Handy und tippe so schnell ich kann:

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Spooren

Christiane Spooren (geb. Mieth) liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.