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Die Liebe, die ich niemals hätte empfinden dürfen

„Hey. War ja nett mit dir und so. Aber ich glaube, mir reicht’s jetzt. Mach’s gut.“ Ich lege das Handy noch dreimal weg und laufe mit klopfendem Herzen durch die Wohnung, bevor ich auf Senden drücke. Und als ich es dann tue, möchte ich die Nachricht am liebsten direkt wieder löschen. Aber die zwei Häkchen sind schon blau.

Die Liebe, die ich niemals hätte empfinden dürfen

Ich rufe meine Freundin an, die mir beteuert, dass es das Richtige war. Dass ich mehr wert bin. „Und warum fühle ich mich dann, als hätte ich alles verloren?“, frage ich sie aufgelöst. Das ist die Liebe in mir drin. Die Liebe, die ich für einen Mann empfinde, in den ich mich niemals hätte verlieben dürfen.

Natürlich lässt du mich zappeln. Du antwortest nie sofort. Mir kommt das gerade recht. So kann ich meiner Emotionen Herr werden und einigermaßen klarkommen. Was nicht bedeutet, dass mein Herz nicht wieder bis zum Hals klopft, als irgendwann mein Handy klingelt und ich deine Antwort lese: „Jo, alles klar. Man sieht sich.“ Ich schlucke schwer und werfe das Handy auf die Couch.

Ich wünschte, ich wäre stark genug, sofort deine Nummer und unseren Verlauf zu löschen. Aber soweit bin ich noch nicht. Immerhin habe ich nicht geschrieben, dass es mir leid tut. Denn leid tut mir nur, dass ich überhaupt auf dich hereingefallen bin.

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Mieth

Christiane Mieth liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.