Poaching – Schlechte Aussichten mit „geklauten“ Partnern

Jemandem den Partner auszuspannen, ist ein schlechter Start in eine Beziehung. Das zeigen gleich mehrere Studien, welche „Tätern“ wie „Opfern“ zudem Persönlichkeitsdefizite attestieren.

Jemandem den Partner auszuspannen, nennt man im angloamerikanischem Raum “Poaching“. 56 Prozent der Männer und 46 Prozent der Frauen in Westeuropa haben dies bereits getan. So lautet das Ergebnis einer Studie mit 17.000 Befragten. Und zwar mindestens einmal. Bei zwei Dritteln war dies zudem erfolgreich. Zumindest insofern, als dass dabei eine neue Beziehung herausgesprungen ist. In der Gesamtheit der Studie ergibt das immerhin eine Trefferquote von 15 Prozent für durch Partnerklau entstandene Beziehungen. 

Erwiesenes BeziehungsUNglück 

Aber ist diese eher fragwürdige Strategie auch ein Türöffner für langlebige, stabile Beziehungen? Nicht wirklich. Gleich mehrere Studien belegen, dass diese Vorgehensweise ein denkbar schlechter Start in eine Partnerschaft ist. Paare, die so beginnen, scheitern eher früher als später.

Laut mehrerer, im „Journal of Research in Personality“, publizierter Studien sind derart zustande Gekommene Partnerschaften instabiler als „natürlich“ Entstandene. So gaben die befragten ausgespannten „Opfer“ dann auch zu, unzufriedener mit ihren Beziehungen zu sein und sich weniger für ihr Liebesleben zu engagieren. Außerdem verspürten sie keine starke Verbindung zu ihren neuen Partnern, den Poachern.

So verwundert es nicht, dass die Wahrscheinlichkeit von Untreue in diesen Beziehungen laut Studien höher ist als bei anderen Paaren. Zumal diese Spezies die Fähigkeit besitzt, leichter zwischen Liebe und Sex zu unterscheiden als andere. Was auch nicht gerade eine Steilvorlage für langlebige, auf Ehrlichkeit und Vertrauen basierende Beziehungen ist. 

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