Alles nur in meinem Kopf – Warum Sie Ihre Gedanken in Beziehungen öfter aussprechen sollten

Im Kopf sich schon einmal die Worte zurechtlegen, Gespräche probeweise mit sich selbst führen … Den ganzen Tag führen wir innere Dialoge. Das ist gut so, aber wenn es um die Beziehung geht, dann müssen wir auch sagen, was wir denken, fordert beziehungsweise-Autorin Jule Blogt

Verzogene Mundwinkel, ein enttäuschter Blick – ich sehe mal wieder aus, als hätte ich versucht, Grumpy Cat nachzuahmen. Mein Herzblatt sitzt neben mir, zuckt mit den Schultern und fühlt sich, als sei zwischen uns ein kleines Schwarzes Loch entstanden, das einen Streit verschluckt hat. War was? Hatte er etwas falsch gemacht, ohne etwas gesagt oder getan zu haben? Nebeneinander sitzen nun zwei Menschen, die entweder vom Partner enttäuscht, oder komplett ahnungslos sind.

Alles NUR in meinem Kopf

Habe ich dir nicht schon Hunderte Male gesagt, dass ich mir wünsche, dass wir nach Feierabend einfach mal miteinander reden, anstatt uns irgendwelche sinnfreien Serien auf Netflix anzuschauen? Wo bleibt dabei bitte die Kommunikation? Wir schauen uns nicht einmal an, wenn vor uns der Fernseher flimmert. Und überhaupt, du weißt gar nicht, wie mein Tag war. Das Lob vom Chef, die witzige Begegnung auf dem Heimweg, das alles scheint dich überhaupt nicht zu interessieren. Hauptsache das Essen steht pünktlich auf dem Tisch, oder?

Ich fange an zu schnaufen. Wut sammelt sich in meinem Bauch. „Ich sehe, du bist meiner Meinung“, vernehme ich von dem Mann neben mir, dem ich gerade sein Glas Wasser über den Kopf schütten könnte. Hat er nicht kapiert, was mich gerade auf die Palme bringt? Meine Gedanken drehen Kreise. Plötzlich wird mir klar: Gedanken, Gedanken, alles in meinem Kopf. Alles nur in meinem Kopf!

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