Geduld ist nicht nur was für Eltern

Wir sind durch dick und dünn gegangen. Umzüge, Krisen, erster Job – gemeinsam durchgestanden. Doch seit das Baby da ist, dreht sich euer Leben nur noch um das drollige, schreiende und zappelnde kleine Wesen, das euch „vervollständigt“ und euer Leben „perfekt“ macht

Das können wir gut verstehen. Und wir mögen euren kleinen Finn, wir mögen ihn wirklich. Nur bitte versteht, dass Finn nicht der Mittelpunkt unseres Lebens ist. Kein Kind ist unser Mittelpunkt, denn wir haben keins. Eine Bestandsaufnahme der kinderlosen Freundin.

Multitasking ist ein Mythos

„… und dann sagt der im Meeting vor versammelter Mannschaft…“
NEIIIN, leg das hin! Mama wird sonst böse.
„Äh, also, ich war kurz davor, laut zu schreien vor Wut als er vor versammelter…“
Ja, da freut die Mama sich! Toll!
„Ähm, Entschuldigung, alles in Ordnung? Soll ich besser später anrufen?“
Hm, was? Ja, haha, genau… Hier ist auch echt die Hölle los. Als ich Finn heute Mittag aus der Kita abgeholt habe, …

Danke für das Gespräch. Und wir haben extra gefragt, ob es jetzt passt – und die Frage meinten wir auch so. Wir wollten etwas erzählen, das uns emotional getroffen hat, aber es interessiert euch nicht. Aber schön zu hören, dass Finn sein Apfelstückchen vom Boden aufgehoben und gegessen hat. Zu unserer Zeit reinigte Dreck noch den Magen. Dazu hat der Arzt in der Kindernotaufnahme sich vermutlich nicht geäußert.


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