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Attachment Parenting: Wenn die Eltern-Kind-Bindung zum Erziehungsstil wird

Es ist ja nicht so, dass wir nicht schon genug Ratgeber hätten, die uns sagen, wie es richtig geht. Vor allem wenn es um das „richtige“ Elternsein geht, scheiden sich die Geister. So wie beim Attachment Parenting. beziehungsweise-Autorin Christiane Lénard wagt den Versuch einer Annäherung

Nach meiner nunmehr fast siebenjährigen Erfahrung in Sachen Kindererziehung kann ich Ihnen im Grunde nur eines raten: Halten Sie sich fern von Erziehungsratgebern. Und auch von Elterngruppen, Facebookseiten und Mami-Blogs, die sich einer bestimmten Erziehungsmethode verschrieben haben. Das Problem: Oft werden diese gut gemeinten Ratschläge zu Dogmen, denen Sie sich ohne schlechtes Gewissen nicht wieder entziehen können. Lassen Sie es einfach. Und hören Sie auf Ihr Gefühl und Ihren Instinkt. So machen es auch die, die keinen Zugang zu derartigen Ratgebern haben, dafür aber viele Kinder. Ein Thema mit Erziehung haben die in der Regel nicht. Dafür aber die westliche Mittelschicht. Die hat Ratgeber und Probleme.

Ich persönlich knöpfe mir schon die Jacke weiter zu, wenn eine bestimmte Strömung, Methode oder Wasauchimmer einen schlagwortkräftigen Namen erhält. Wie z.B. „Attachment Parenting“. Das klingt nach „so oder gar nicht“ oder eben nach Heilsbringung, die natürlich ausbleibt, folgst Du nicht dieser Weissagung. Dabei ist das Anliegen im Allgemeinen ein gutes. Es geht, wie in diesem Falle, um das Beste fürs Kind. Und welche Eltern würden sich dagegen schon aussprechen? Da die Absicht jedoch auch in all den anderen Fällen von Kinderaufzuchtprogrammatik „das Beste für das Kind“ ist, kann man an dieser Stelle schon mal ins Stutzen kommen. Wie können zwei oder viele völlig unterschiedliche oder gar konträre Methoden jeweils das Beste fürs Kind sein?

Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.

Was genau ist Attachment Parenting?

Attachment Parenting (kurz: AP) leitet sich aus dem englischen Wort für Bindung ab und bedeutet so viel wie bindungsorientierte Elternschaft oder Bindungserziehung. Das AP-Paradigma geht auf den US-amerikanischen Kinderarzt William Sears zurück, der in den 1990er Jahren den Begriff prägte. Der Methode liegt keine einheitliche Theorie zugrunde, es gibt jedoch eine starke Verbindung zur Bindungstheorie, wie die Bezeichnung auch nahelegt. Es lägen Ihrer Methode, so William Sears (und seine Frau)1, viele eigene Erfahrungen zugrunde, die sie im Laufe ihres Lebens aus Beobachtungen von Eltern und der Erziehung der eigenen acht Kindern gezogen hätten. Das wichtigste Prinzip sei eine sichere Bindung zwischen Kindern und Eltern herzustellen. Um diese zu erlangen, sollten die Eltern maximal responsiv auf die Bedürfnisse ihrer Kinder reagieren. Dafür ist es notwendig, dass die Mutter die Bedürfnisse und Signale des Kindes „lesen“ kann („baby reading“). Sears‘ Methode besteht laut Wikipedia aus sieben Verhaltensweisen, die „7 Baby-B´s“ (ursprünglich waren es 5, Sears hat sie später erweitert):

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Lénard

Christiane Lénard studierte Psychologie und Soziologie und leitete seit 2010 die wissenschaftliche Abteilung von Parship. Als Matchmaking Expertin weiß sie alles darüber, wer mit wem und warum wie gut zusammenpasst. Ansonsten versucht die Wahlhamburgerin ihre beiden Kinder und ihren Ehemann davon zu überzeugen, wie großartig es ist, im Dauerregen spazieren zu gehen. Da dies in der Regel erfolglos bleibt, vertreiben Sie sich stattdessen die Zeit damit, skurrile Interior- und Designläden aufzuspüren.