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Offene Beziehung auf dem Dorf – Offen oder heimlich ausleben?

Wenn die besten Freunde hinter euch stehen, wird’s leichter!

Der Klatsch und Tratsch wird ziemlich sicher kommen, sobald ihr öffentlich zu eurer offenen Beziehung steht. Das wird im Dorf nochmal schneller die Runde machen, als es in der Großstadt wahrscheinlich der Fall wäre. Wenn eure engsten Freunde und vielleicht sogar die Familie vor Ort wirklich cool damit sind und hinter euch stehen, ist das sehr viel wert. Denn dann ist das Getuschel von anderen auch besser wegsteckbar und ihr fühlt euch nicht so allein oder vielleicht sogar ausgeschlossen. Auch nach außen wirkt es natürlich nochmal anders, wenn Gabi von nebenan sieht, dass sich eure Freunde nicht abwenden, es also „gesellschaftlich ok ist“, euch weiterhin zu mögen. Mal abgesehen davon macht es auch einfach Spaß mit der besten Freundin über die neusten Abenteuer zu sprechen und sich nicht immer wie ein Undercover Agent zu fühlen.

Welches Bedürfnis ist wichtiger?

Ich fände es natürlich richtig super, wenn sich alle offenen Beziehungen und andere unkonventionelle Beziehungsmodelle öffentlich outen würden und Alternativen zur Monogamie in unserer Gesellschaft endlich sichtbarer wären. Aber ich finde es eben auch wichtig, sich vorher gut zu überlegen, ob man diesen Schritt gehen und vor anderen so intime Dinge preisgeben möchte.

Ich würde versuchen bei der Abwägung ganz bei mir zu bleiben und den Wunsch es anderen recht machen zu wollen erstmal ausklammern. Ich finde man sollte es vor allem sich selbst Recht machen. Und dann stellt sich in eurem Fall vielleicht schon die Frage, was wichtiger ist: sich mit der eigenen Art zu leben nicht mehr verstecken zu müssen oder den beruflichen Erfolg und die Jobzufriedenheit zu sichern. Es bringt euch nichts, wenn ihr zwar einen Schritt in die richtige Richtung geht, euch am Ende aber selbst ein Bein stellt. Also überlegt euch gut, was euch zu welchem Zeitpunkt wie wichtig ist. Vielleicht ist jetzt erst noch der Job wichtiger und später dann die öffentliche offene Beziehung.

Wollt ihr eure (Ex-)Affären an der Supermarktkasse treffen?

Unabhängig von dem Tratsch der anderen, will auch gut überlegt sein, wie sehr ihr das Affären-Leben in euer Alltags-Leben einbeziehen wollt. Also, ob ihr wirklich im eigenen Dorf „auf die Jagd“ gehen möchtet. Denn für viele ist der erlaubte Seitensprung wie ein kleiner Urlaub vom Every Day Life. Und dann ist es nicht meine favorisierte Vorstellung, der Person nach einer Nacht mit richtig heißem Sex ein paar Tage später beim Wocheneinkauf an der Supermarktkasse zu begegnen. Erst recht, wenn die Affäre ein (vielleicht sogar ungutes) Ende gefunden hat.

Andere hingegen hätten damit überhaupt kein Problem und wünschen sich vielleicht sogar, dass sich alle Beteiligten kennen und auch mögen. Ihnen gibt das Kennenlernen der gegenseitigen Affären sogar mehr Sicherheit.

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Über den Autor/die Autorin

Anna Zimt

Anna liebt Sex, erste Dates und ihren Mann Max. Die beiden führen eine offene Ehe. Sie ist Autorin, Songwriterin und noch ganz viel mehr. In ihrer Kolumne „Nacktaktiv“ schreibt sie für beziehungsweise über die Dinge, die sie nackt und nachts erlebt und über alles, was ihr so durch den Kopf geht, wenn sie mal nicht schlafen kann.

Weitere Stories aus dem Leben von Anna kann man in ihren Bücher "In manchen Nächten hab ich einen anderen" und "Leck mich - Wie ich lernte zu bekommen was ich will: Im Bett, in der Liebe und im Leben“ nachlesen oder in mit ihrem Podcast "Schnapsidee - der Podcast über Liebe, Love & sexy sein" hören.