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Was soll ich nur sagen? Wenn die Worte beim Flirten fehlen

Muss es ein Kompliment sein? Genügt ein schlichtes „Hallo“? Gastautorin Christiane Mieth wünscht sich beim Ansprechen weniger Anmachsprüche und stattdessen mehr Aufmerksamkeit und echtes Interesse 

Was Flirtversuche angeht, habe ich schon ziemlich viel gehört. Da waren total platte Sprüche dabei, wie „Ich hab‘ meine Nummer verloren, kann ich deine haben?“ oder „Dein Lächeln strahlt heller als die Sterne“. Wenn ich sowas höre, bin ich direkt viel zu genervt, um irgendwie darauf einzugehen. Aber auch die etwas kreativeren Versuche („Du siehst aus wie Alice aus dem Wunderland“, oder „Du bist echt die klügste Frau, mit der ich je gesprochen habe“,) stießen bei mir nicht gerade auf helle Begeisterung. Am häufigsten wurde ich mit einem einfachen „Na, wie geht’s?“, angesprochen, aber was soll ich darauf schon groß antworten? Mir kam solch eine Ansprache immer viel zu gestellt und erzwungen vor. Es ist ja die Klassikerfrage schlechthin: Was sage ich, wenn ich jemanden sehe, der mir gefällt?

„Hallo“ ist besser als nichts

Trotz der wenig erfolgreichen Sprüche rechne ich den Jungs ihre Versuche hoch an. Denn noch schlimmer als schlechte Sprüche sind gar keine Ansprechversuche! Eine Freundin von mir traf eine Zeit lang jeden Tag einen Mann in der Bahn, der ihr gefallen hat, war aber zu schüchtern ihn anzusprechen. Bis er sie irgendwann auf Facebook gefunden hat – wie auch immer er das geschafft hat. Auch er hatte sich nicht getraut, sie direkt anzusprechen. Kann man machen, geht aber einfacher und klappt so nicht immer. Klar kann man seinen Schwarm in der Bahn anhimmeln und zu Gott im Himmel flehen, dass er einen anspricht. Aber wenn er aussteigt, ist es vorbei. Bye Bye.

Eine Sekunde später ist es wieder vergessen!

Dabei hat man im Grunde nichts zu verlieren. Wenn mir früher etwas Peinliches passiert ist, habe ich mich unfassbar dämlich gefühlt und gedacht, jeder starrt mich an und schüttelt den Kopf. Aber meine Mutter sagte immer: „Kind, die Leute schauen einmal hin und die meisten verschwenden nicht einen Gedanken daran. Sie registrieren es, aber eine Sekunde später haben sie es schon wieder vergessen.“ Das klang für mich so logisch, dass ich es mir heute immer noch in peinlichen Situationen als Mantra sage. Wen juckt’s, wenn man eine Abfuhr kassiert? Im Worst Case lächelt der andere milde, steigt aus und ist im nächsten Moment in Gedanken schon wieder woanders. Gut, dann hat’s nicht geklappt. Aber das hakt man ab und lebt sein Leben weiter. Die Welt wird nicht untergehen und zumindest kann man sich nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben. Im besten Fall findet er die Aktion gut und man kommt ins Gespräch. Man trifft sich, hat wundervollen Sex, heiratet und bekommt Kinder 🙂

Spaß beiseite: Man kann nur eine Beziehung führen, wenn man einen Partner findet. Und dazu muss man mit potentiellen Kandidaten sprechen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei jedem Versuch weniger Überwindung kostet, einen Fremden anzusprechen. Es ist eine Frage der Übung! Natürlich hat nicht jedes Gespräch zu einem Date geführt, aber zumindest gab es immer eine Chance. Und gar kein Gespräch mündet mit Sicherheit in gar kein Date, oder?

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Mieth

Christiane Mieth liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.