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Warum sollen Männer eigentlich immer die Richtung vorgeben?

Frauen wünschen sich bei Fragen nach dem Traumpartner gerne einen Mann, der auch mal „Nein!“ zu ihr sagt und die Richtung vorgibt. „Wirklich?“, fragt unsere Autorin Jana Seelig

Wenn Frauen nach den Eigenschaften gefragt werden, die ihr Traummann mitbringen sollte, dann sind die häufigsten Antworten darauf, dass er humorvoll und gebildet sein und für sich selbst sorgen können soll, wobei sich der letzte Teil wohl weniger aufs Geld verdienen bezieht, sondern vielmehr darauf, dass der Traummann seine Wäsche alleine waschen, mehr als ein Tiefkühl-Gericht auf den Tisch bringen und seinen Haushalt generell in Ordnung halten kann. So weit, so vorhersehbar, und auch ein ganz wenig sexistisch.

Überraschend ist bei dieser Art der Fragestellung, dass immer mehr Frauen antworten, sie würden sich einen Partner wünschen, der die Richtung innerhalb der Beziehung vorgibt und auch mal „Nein!“ zu ihnen sagt. Ein Punkt, den ich nur sehr schwer nachvollziehen kann. Denn geht es in einer Partnerschaft nicht irgendwie darum, dass man gleichberechtigt ist und nicht der eine die Zügel in der Hand hält, während der andere nur in die Richtung läuft, in die er gerade gelenkt wird?

Ein Partner, der mir innerhalb von Diskussionen auch mal Kontra gibt und meine Meinung nicht einfach an- und hinnimmt, sondern seine eigenen Gedanken, Gefühle und Einstellungen dazu äußert? Ja, bitte. Aber einer, der die Führung übernimmt und bestimmt, wo es in der Beziehung lang geht? Auf den ich blind vertrauen muss, dass er das Richtige tut und schon wissen wird, was für uns beide am besten ist? Der sofort „Nein!“ sagt, wenn ich einen Vorschlag mache, ohne dass wir die Möglichkeit haben, darüber zu diskutieren und eine gemeinsame Entscheidung zu treffen, mit der wir beide uns wohl fühlen? Klingt für mich irgendwie toxisch.

Natürlich möchte ich auch nicht mit jemandem zusammen sein, der sich komplett von mir leiten lässt, der immer mich entscheiden lässt, welchen Film wir uns im Kino ansehen und wohin unser nächster gemeinsamer Urlaub geht. Genauso wenig, wie ich jemanden möchte, der in unserer Beziehung die Führungsrolle übernimmt, möchte ich diejenige sein, die immer führt, bestimmt und leitet.

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Über den Autor/die Autorin

Jana Seelig

Jana Seelig ist jung und schön, sie hat einen großen Freundeskreis, sie liebt ihren Beruf – und sie hat Depressionen. Es gibt Tage, an denen geht gar nichts. Dann muss sie sich oft gut gemeinte Ratschläge anhören, die zeigen, wie wenig ihr Umfeld eigentlich versteht, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt.