Nur verabredet oder ist das ein Date?

Ab wann wird ein Treffen zwischen Mann und Frau eigentlich zum Date? beziehungsweise-Autor Thorsten Wittke erzählt von einer ganz besonderen Verabredung, die ihn nun über die Ist-es-ein-Date-oder-nicht-Frage grübeln lässt

Als wenn das alles nicht schon kompliziert genug wäre. Fassungslos sitze ich meinem vermeintlichen Date gegenüber und verstehe die Welt nicht mehr. Vermeintliches Date? Ja! Vermeintlich!

Denn die Frau sitzt mir gegenüber und hat gerade erklärt, wenn sie das gewusst hätte, hätte sie doch niemals einem Treffen zugestimmt. Ich wäre doch so überhaupt nicht ihr Typ und als potenzieller Partner käme ich gleich gar nicht in Frage, da sucht sie etwas ganz anderes. Gott sei Dank erspart sie mir Details dazu, denn ich möchte bereits jetzt in der Erde versinken oder zumindest fluchtartig die Kneipe verlassen, in der wir nach unserem langen Spaziergang gelandet sind.

Sie war eine Partybekanntschaft

Wir hatten uns auf der Party eines Freundes kennengelernt, dort war sie mir im großen Gesprächskreis aufgefallen. Süßes Lächeln, schlagfertig und witzig. Die Basics waren schnell, wenn auch subtil, abgeklopft. Sie war Single und machte den Eindruck, für etwas Neues aufgeschlossen zu sein. Deshalb gab ich ihr am Ende des Abends meine Nummer und machte den Vorschlag, mal gemeinsam etwas trinken zu gehen, um sich besser kennenzulernen. Eine Woche lang texteten wir, dann trafen wir uns zu diesem Waldspaziergang, hatten uns gut unterhalten und waren jetzt in dieser Kneipe gelandet. Es lief gut, dachte ich … bis ich das böse Wort mit D aussprach!

Auf der Heimfahrt dachte ich darüber nach, was da schief gelaufen war und wo der Fehler lag.

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