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Wann es ganz okay ist, jemanden zu ghosten

Ghosting ist schrecklich, weil es den Verlassenen schmerzt, ohne Angabe von Gründen und Erklärungen plötzlich allein gelassen zu werden. Trotzdem kann es durchaus Gründe dafür geben, den Kontakt zu einem anderen Menschen ohne langwierige Erklärungsversuche abzubrechen, weiß die Autorin Jana Seelig

Die meisten Beziehungen in unserem Leben – seien es nun Arbeitsbeziehungen, Paarbeziehungen oder auch Freundschaften – haben einen klaren Anfang und ein ebenso klar definiertes Ende. Manchmal haben wir etwas Neues gefunden und trennen uns von dem Job, der uns nicht mehr glücklich gemacht hat. Vielleicht haben wir uns auch als Paar auseinandergelebt und ziehen einen Schlussstrich unter die Beziehung.

Oder wir beenden eine Freundschaft, weil sie uns nicht mehr guttut. Ganz egal, ob wir eine schriftliche Kündigung aussprechen oder uns mit unseren Partnern und Freunden an einen Tisch setzen, um zu erklären, warum, wieso, weshalb die Sache nicht mehr funktioniert: Am Ende weiß so jeder, woran er ist, kann die Beziehung auf gesunde Art und Weise abschließen und verarbeiten und weitermachen.

Ganz anders sieht es allerdings aus, wenn wir geghostet werden. Ghosting bezeichnet den plötzlichen Kontaktabbruch einer Person ohne eine Angabe von Gründen. SMS bleiben unbeantwortet, Anrufe werden nicht länger entgegengenommen, Facebook-Freundschaften gekündigt und nicht mehr gegrüßt, wenn man sich im Supermarkt begegnet. Für den Verlassenen geht das mit einer Menge Schmerz einher, wir quälen uns Tage und Nächte mit der Frage, was wir eigentlich falsch gemacht haben, und erhalten dennoch keine Antwort darauf. Eine so zu Ende gegangene Beziehung ist schwer zu verarbeiten und so halten wir emotional noch länger an ihr fest, als wir eigentlich sollten.

Ghosting, da sind sich die meisten Menschen wohl einig, ist ein Arschloch-Move. Einer, der von anderen Menschen entweder bewusst missbräuchlich eingesetzt wird, weil sie verletzend sein wollen, oder aber einer, der benutzt wird, wenn man zu feige für eine Konfrontation von Angesicht zu Angesicht ist und lieber den einfachen Weg nach draußen nimmt. Jemanden, mit dem man zuvor sehr eng verbunden war, ohne Angabe von Gründen sitzen zu lassen, ist alles andere als die feine Art – und dennoch gibt es Situationen, in denen man wie ein Geist verschwinden muss. Ohne eine Erklärung abzugeben, wieso man eine Beziehung oder Freundschaft nicht weiterführen kann.

Es stimmt, dass Ghosting oftmals missbräuchlich eingesetzt wird, was die emotionale Ebene betrifft. In nicht wenigen Fällen wird der Kontaktabbruch ohne Gründe jedoch auch genau dazu genutzt, sich vor missbräuchlich agierenden Menschen zu schützen. So übel Ghosting also auch für den Verlassenen ist: Es ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert.

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Über den Autor/die Autorin

Jana Seelig

Jana Seelig ist jung und schön, sie hat einen großen Freundeskreis, sie liebt ihren Beruf – und sie hat Depressionen. Es gibt Tage, an denen geht gar nichts. Dann muss sie sich oft gut gemeinte Ratschläge anhören, die zeigen, wie wenig ihr Umfeld eigentlich versteht, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt.