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Nur verabredet oder ist das ein Date?

Ich hatte mich nicht schockverliebt, aber dennoch …

Es war jetzt nicht so, dass ich mich auf der Party schockverliebt hatte, aber ich war interessiert. Das habe ich zum Ausdruck gebracht, indem ich ihr meine Telefonnummer gegeben habe und um ein weiteres Treffen bat. Auf ihre Nachrichten habe ich flott geantwortet und einen romantischen Ort ausgewählt für einen Spaziergang. Aus meiner Sicht untrügliche Anzeichen dafür, dass hier ein Mann ist, der echtes Interesse hat. Das sollte doch ausreichen, um zu begreifen, dass ich nicht auf der Suche nach neuen Freunden bin.

Auf meinem Planeten ist das ein Date. Das heißt nicht, dass wir am selben Abend miteinander im Bett landen müssen. Genauso wenig, wie ich an diesem Punkt davon ausgehe, dass wir gemeinsam in den Sonnenuntergang reiten und unseren Enkeln irgendwann davon erzählen werden, dass Opa und Oma in diesem Wald ihr erstes Date hatten. Es ist der erste Schritt von vielen Schritten, die eventuell noch kommen werden. Oder eben nicht. Das weiß ich doch alles noch gar nicht und will es auch noch gar nicht wissen.

Was ist bitte sonst ein Date?

Nichtsdestotrotz nenne ich so etwas ein Date. Wenn etwas vorne einen Schnabel und am Ende einen Bürzel hat und im Wasser schwimmt  – dann wird es eine Ente sein. Oder wenigstens ein Wasservogel. Auf gar keinen Fall ein Rüsseltier.

Vielleicht war ich zu lange absent vom Beziehungsanbahnungsmarkt, aber ich empfinde es als sehr anstrengend, dass mittlerweile scheinbar jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden muss. Alles braucht eine Definition und ein Schlagwort, damit man weiß, woran man ist und wohin der Weg wohl führen wird. Mehr als die Hälfte der Begrifflichkeiten muss ich erstmal googeln, um herauszufinden, worum es überhaupt geht und was damit gemeint ist; und täglich werden es mehr. Dazu kommt, dass jeder einzelne Mensch nochmal eine ganz persönliche Interpretation mitbringt, was z.B. mit einem Date gemeint sein könnte.

Ich glaube, dass uns allen ein bisschen Lockerheit gut tun würde

Früher traf ein Mann eine Frau. Man ging miteinander aus. Irgendwann küsste man sich und landete vielleicht miteinander im Bett oder eben nicht. Geschah es, dann war man irgendwie zusammen und „ging miteinander“. Wenn das gut funktionierte, blieb man ein Paar, zog irgendwann zusammen und die Geschichte entwickelte sich hoffentlich zu dem, was man gemeinsam wollte. Wenn nicht, trennte man sich wieder und blieb Freunde oder ging sich aus dem Weg.

Letzten Endes sollte es doch egal sein, wie man es nennt. Wenn Mann oder auch Frau anfangen, Interesse am anderen zu äußern, zu zweit ausgehen und Zeit miteinander verbringen wollen, dann hat mindestens einer mehr als Freundschaft im Sinn. Im Normalfall stecken hinter Hufgetrappel Pferde und nur ganz selten Zebras. Das kann so sein, ist aber eher nicht die Regel.

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Über den Autor/die Autorin

Thorsten Wittke

Thorsten Wittke ist in Essen geboren, aufgewachsen und liebt das Ruhrgebiet. Er hat erst spät mit dem Schreiben begonnen, vorher studierte er BWL und hat in der freien Wirtschaft gearbeitet. Heute bloggt er über seine Sicht auf die Welt und arbeitet an seinem ersten Buch. Er ist Single und seine Leidenschaften sind das Reisen, Kino, Theater und der Triathlonsport.