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Gibt es in der Liebe mehr Glück als Glück?

Nur wer gut allein sein kann, kann gut lieben

Mir schien das die beste Voraussetzung zu sein für Glück in der Liebe, jemanden nicht lieben zu müssen, weil man von ihm emotional oder gar finanziell abhängig ist. Ich wollte jemand aus freien Stücken lieben, weil ich ihn rundum toll finde.

Meine Oma hat mir in der Sache Mut gemacht, „Für dich ist der Beste gerade richtig“, hat sie gesagt. „Konzentriere dich auf dein Studium, das ist wichtiger, der Partner kommt von allein.“ Aber als ich dann über Jahre Männer reihenweise in die Wüste schickte, auch welche, die Oma Hedi als passend für mich erachtete, wurde sie nervös und machte sich Sorgen um mich. Sie wollte, dass ich glücklich bin, dass ich eine Familie gründe. Ich war allerdings auch ohne Mann richtig glücklich, wie heißt es so schön, ich genügte mir selbst. Dieser Zustand war lange stabil. Bis ich meine biologische Uhr ticken hörte. Ich hätte nie gedacht, dass es die wirklich gibt, die biologische Uhr, es gibt sie. Ich war erstaunt darüber, wie stark sie tickte.“ Es war bis dahin nicht so, dass Victoria wie eine Nonne gelebt hätte, sie hatte zwei Beziehungen, sie dauerten jeweils knapp drei Jahre. In beide Männer war sie am Anfang total verschossen, sie himmelte die Männer regelrecht an. Schon nach einem halben Jahr, als die Schmetterlinge im Bauch, die der ersten Verliebtheit geschuldet sind, nicht mehr positive Aufregung bescherten, war Victoria entliebt und dachte an Trennung.

Aus kleinen Fehlern wurden große Krisen und schließlich das endgültige Aus

„Bei dem einem, bei Ben, war es die Art, wie er gegessen hat, die mich irre machte“, erzählt Victoria. „Dabei hätte ich schwören können, dass er tadellos gegessen hat, als wir uns kennenlernten. Ich schaue mir gerade die Manieren eines Mannes genau an, ich hasse es, wenn jemand das Besteck falsch hält oder die Serviette nicht benutzt. Ben konnte das eigentlich. Ich glaube, er hat angefangen, sich gehen zu lassen. Bei dem anderen, bei Thomas, hatte ich das Gefühl, dass er sich im Bett keine Mühe mehr gibt. Wenn man so will, haben sich Ben und Thomas beide nach kurzer Zeit gehen lassen. Und das steht bei mir ganz oben auf der Abschussliste, wenn sich einer gehen lässt. Später, als ich dann Angst bekam, dass ich keinen Mann mehr abkriege, habe ich überlegt, ob ich zu streng mit Ben und Thomas war, ob ich mit ihnen hätte reden müssen, um ihnen nahe zu bringen, was mich stört, was mir fehlt.

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Über den Autor/die Autorin

Birgit Ehrenberg, geboren 1962, ist Journalistin und studierte Philosophin. Sie begleitet und unterstützt Menschen mit ihrer Expertise in existenziellen Fragen zur Liebe und ist seit vielen Jahren erfolgreiche Autorin zum Thema. Auf beziehungsweise führt die Liebesforscherin mit Paarberater Eric Hegmann regelmäßig Gespräche über das Wesen der Liebe.