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Gibt es in der Liebe mehr Glück als Glück?

Victoria ist eine Perfektionistin, beruflich wie privat. Für sie muss es immer das Beste sein, folglich auch der beste Mann. Nach dem hat sie über Jahre entspannt Ausschau gehalten, mehr abgewartet als gesucht. Sie hat die Männer auf sich zukommen lassen – in der freien Wildbahn und online. Man muss viele Frösche küssen, bis ein Prinz dabei ist, das war ihr Motto. Jetzt ist Victoria 36 Jahre alt und hat Torschlusspanik  

Sie möchte Kinder, Familie. Und sie ist einem Mann begegnet, Anton, mit dem sie sich pudelwohl fühlt. Doch er ist zwar gut, aber vielleicht nicht der Beste. Anton macht sie zwar glücklich, aber es ist noch Luft nach oben – denkt Victoria. Sie denkt und ringt mit sich und quält sich, und setzt damit zumindest innerlich ihre Beziehung aufs Spiel. Macht sie einen zu großen Kompromiss? Gibt es mehr Glück als Glück?

„„Nimm den doch“, hat meine Oma Hedi oft gesagt, wenn ich einen neuen Typen kennengelernt habe, der in mich verliebt war“, erzählt Victoria. „Ich bin bei meiner Großmutter groß geworden, meine Eltern sind bei einem Unfall gestorben. Oma Hedi war mein Vorbild, was den Umgang mit Männern angeht. Ihr Mann, den sie sehr geliebt hat, ist im Krieg gefallen, sie hat sich mit ihren drei Kindern allein durchgeschlagen. Sie war eine echte Feministin. Sie hat sich bestimmt nach einem neuen Partner gesehnt, aber trotzdem jeden Bewerber auf Herz und Nieren geprüft. Zweite Wahl, das kam für sie nicht in Frage. Am Ende ist sie allein geblieben, doch sie hat mir eines Tages gestanden, dass es einen Mann gab, er war verheiratet, der war alles, was sie wollte, und er wollte sie, er wollte und konnte sich nicht scheiden lassen, das war das Drama. Dennoch hat Oma diese heimliche Liebe genossen, sie hat ein erfülltes Leben geführt, sagte sie. Das habe ich gespürt. Ich wollte sein wie sie, eine starke Frau, eine Frau, die ihr Leben liebt. Ich habe diese anspruchsvolle Haltung von ihr übernommen, nicht blind, ich habe während der Pubertät viel darüber nachgedacht, wie wichtig die Fähigkeit ist, fröhlich allein sein zu können, damit ein Mensch mit einem anderen glücklich sein kann. Und ich kam zu der Erkenntnis, dass man sich belügt, wenn man einen Partner wählt, obwohl man ihn nicht perfekt findet, weil einem die Einsamkeit zusetzt.

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Über den Autor/die Autorin

Birgit Ehrenberg, geboren 1962, ist Journalistin und studierte Philosophin. Sie begleitet und unterstützt Menschen mit ihrer Expertise in existenziellen Fragen zur Liebe und ist seit vielen Jahren erfolgreiche Autorin zum Thema. Auf beziehungsweise führt die Liebesforscherin mit Paarberater Eric Hegmann regelmäßig Gespräche über das Wesen der Liebe.