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Er will eine Freundschaft mit Beziehungscharakter

Eine Freundschaft ist ihm zu wenig. Eine Beziehung ist ihm zu viel. Genau richtig für ihn: Eine Freundschaft mit Beziehungscharakter

Wenn ich von „ihm“ spreche, dann spreche ich von meinem Nachbarn. Er ist zehn Jahre älter als ich, doch, wenn man ihn sieht, könnte man meinen, er sei irgendwo in der Pubertät hängen geblieben: Mit löchrigen Jeans, die auf halb acht hängen, zerlatschten Turnschuhen und einer Basecap schlendert er meistens mit Deutschrap in den Ohren durch die Straßen. Manchmal gehen wir zusammen spazieren. Er mit seinem Mops Balu, ich mit meiner französischen Bulldogge Rosa an der Leine. Wir reden über Gott und die Welt, manchmal schweigen wir auch und manchmal lachen wir so laut, dass der Bauch weh tut. Er ist wirklich ein netter Nachbar.

Ich will mit ihm befreundet sein

„Was willst du von mir?“, fragte er mich neulich während ich an meiner heißen Schokolade nippte. Ich zuckte mit den Schultern und verbrannte mir im selben Moment die Zunge. Eine kleine Bestrafung für mein unsicheres Schulterzucken? Schnell korrigierte ich: „Eine Freundschaft“. Mit einem kräftigen Schnauben ließ er sich zurück in das warme Leder der Couch fallen. Ich spürte, dass meine Antwort ihm nicht gefiel. Dass er etwas anderes hören wollte. Für einen winzigen Atemhauch von Zeit überlegte ich, meine Antwort zu ändern, doch jede andere wäre eine Lüge. Also blieb ich still. „Okay, wenn das so ist, dann ist das wohl so“, entgegnete er etwas bedrückt. „Was willst du denn von mir?“, fragte ich zurück. „Eine Freundschaft mit Beziehungscharakter.“ „Eine was?“, bildete sich ein großes Fragezeichen auf meiner Stirn ab, denn davon hatte ich noch nie gehört.

Er will eine Freundschaft mit Beziehungscharakter

Er erklärte mir, dass er sich unter einer Freundschaft mit Beziehungscharakter eine Verbindung zu einer Frau vorstellt, mit der keine Partnerschaft führt, ihr aber trotzdem den ganzen ‚Beziehungskram‘ ermöglicht, sprich mit ihr in den Urlaub fährt, an den Wochenenden ausgeht, sogar neben ihr einschläft und aufwacht. Natürlich will er auch mit ihr Sex haben. Allerdings gibt es zwei grundsätzliche Unterschiede zwischen seiner Freundschaft mit Beziehungscharakter und einer festen Beziehung. Erstens gibt es keine Regelmäßigkeit: keine regelmäßigen Treffen, keine regelmäßigen Küsse, Liebkosungen und auch keinen regelmäßigen Sex. Alles beruht auf Spontanität, Zeit und vor allem Lust. Und zweitens gibt es mehr als eine Frau, mit der er diese Art von Freundschaft oder Beziehung, wie auch immer man es nennen mag, führt.

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Über den Autor/die Autorin

Mona Kühlewind

Wenn es eine Sache gibt, der sich die Journalismus-Studentin und Bloggerin Mona Kühlewind sicher ist, dann ist es der Glaube an die eine, ganz große Liebe. Bis sie die aber gefunden hat, steckt sie erstmal jede Menge Liebe in das Schreiben, Reisen und ihren kleinen Hund Rosa.