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Warum Sie Sex nicht als Druckmittel einsetzen sollten

Wenn Sie Sex jedoch immer noch als weibliche Bürde betrachten und dies nur Ihrem Partner zuliebe machen, sollten Sie grundsätzlich Ihre Einstellung zur Erotik aufräumen. Denn mit dieser Sichtweise zementieren Sie nur alte Rollenvorstellungen, anstatt mit Ihrem Mann auf Augenhöhe zu interagieren. Wenn Sie in den Sexstreik treten, um sich zu emanzipieren, machen Sie leider nichts anderes als sich auf Ihre Geschlechtsmerkmale und die sexuelle Ebene Ihrer Beziehung zu reduzieren. Denn wenn Ihr Partner Sie in Ihrer Ganzheit begreift und Ihr Wesen als Ganzes liebt, dann wird er Ihren Sexstreik mit einem Schulterzucken hinnehmen und es einfach genießen, die Zeit mit Ihnen auf andere Weise zu verbringen. Schließlich sind Sie so viel mehr als Ihre Geschlechtsorgane. Tatsächlich genießt es mein Mann nämlich mindestens genauso sehr, sich mit mir zu unterhalten oder mich einfach nur in seinen Armen zu halten, anstatt mich ständig penetrieren zu müssen. Ja, Männer sind nämlich genauso wenig stets sexbesessen, wie Frauen frigide sind. Doch wenn Sie das denken, werden Sie den Fokus Ihrer Wahrnehmung auch immer wieder darauf lenken und diese Erfahrung vermehren.

Welche Glaubenssätze und Sichtweisen haben Sie auf ihr Sexleben? Haben Sie Sex, weil Sie krampfhaft nach Orgasmen jagen? Müssen Sie in Ihren Gedanken etwas tun und Erwartungen des anderen erfüllen oder erlauben Sie sich, einfach nur das Zusammensein und den gemeinsamen Moment zu genießen? Mein Sexleben hat sich radikal verändert, als ich aufgehört habe meinen Fokus beim Sex auf das Ziel zu legen und stattdessen den Weg zu genießen. Heute geht es mir viel mehr um das Gefühl, meinem Partner ganz nah zu sein und ganz exklusiv Zeit miteinander zu verbringen – schließlich haben wir dies im stressigen Alltag oft viel zu wenig. Es geht uns darum, es uns gegenseitig schön zu machen und jede Sekunde zu genießen, anstatt die Momente, in denen wir gerade nicht kommen als weniger wertig zu empfinden. Denn wenn man beim Sex nur auf Orgasmen ausgerichtet ist, dann verpasst man die vielen wunderschönen Erlebnisse auf dem Weg dahin.

Lieben Sie schon oder prostituieren Sie sich noch?

Sex zu haben und dabei Bedingungen zu stellen ist doch eigentlich nichts anderes als Prostitution – nur eben nicht für Geld, sondern für andere Dinge. Auch ich habe lange Zeit diese erwartungsvolle Sichtweise auf ein gemeinsames Sexualleben gehabt. Dabei dachte ich, dass ich einen Mann mit Sex an mich binden könnte. Sex gegen Nähe und Geborgenheit war mein Tauschversprechen und ich nutzte ein leidenschaftliches Sexleben als Vehikel, um das zu bekommen, was ich eigentlich wollte. Um dieses Muster hinter mir zu lassen, musste ich als erstes lernen, eine gesunde Selbstfürsorge zu betreiben und mir selbst nah zu sein. Auf diese Weise wurde ich weniger abhängig von der Aufmerksamkeit und Liebe von Männern.

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Über den Autor/die Autorin

Lena Lamberti

Lena Lamberti ist Ärztin und Bloggerin. Im Dezember 2017 hat sie begonnen für ein Jahr auf Männer – bzw. auf Sex mit diesen – zu verzichten und schreibt unter oneyearnoguy.org über ihre Erfahrungen damit. Erstaunlich ehrlich öffnet sie dem Leser ihre Gefühle, hinterfragt sich, die Welt und ihre Vergangenheit. Sie scheut nicht davor sich verletzlich zu zeigen und den Blick hinter die Fassade einer modernen Powerfrau zu offenbaren, die doch eigentlich nur die große Liebe sucht und leider zu oft an den falschen Stellen danach gesucht hat. In ihrem Blog zeigt sie die Transformation auf, die sie durchmacht, während sie sich abseits des Datingswahns selbst findet. Eine ungewöhnlicher und spannender Weg zum Glück.