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Sex ist gesünder als jede Pille

Dass Sex gesünder ist als jede Pille, das lässt sich auf jeden Fall pauschalisieren. Immerhin hat diese Art von Leibesertüchtigung (in der geschützten Variante) so gut wie keine Nebenwirkungen – im Gegensatz zu den meisten Medikamenten. Außer vielleicht übermäßige Verliebtheit, die irgendwann zu Herzschmerz führen könnte. Sieben Gründe, warum Sex so unglaublich gesund ist

1. Ideales Herz-Kreislauftraining

Apropos Herz: Dieses Organ profitiert in hohem Maße von gutem Geschlechtsverkehr. Eine Langzeitstudie der University of Bristol kam zu dem Ergebnis, dass sich Sex positiv auf das Herz und das Herzinfarktrisiko auswirkt. So beugt die Ausschüttung von Stickstoffmonoxid beim Liebesspiel Herz-Kreislaufkrankheiten vor. Außerdem verbessert sich dabei die Pumpleistung des Herzmuskels, das Organ arbeitet effektiver, Puls und Blutdruck steigen und fallen nach dem Orgasmus wieder ab. Das perfekte Herz-Kreislauf-Training – zumindest für gesunde Menschen. Der plötzliche Herztod beim Sex trifft in der Regel nur Menschen mit Vorerkrankungen und ist statistisch gesehen eine zu vernachlässigende Größe. Eine Studie der Universität North Carolina zeigt, dass während des Liebesspiels auch der Spiegel des Stresshormons Cortisol sinkt – was gut für die Gefäße ist.

2. Booster fürs Immunsystem

Auch das Immunsystem profitiert von einem regen Sexualleben. Denn Dank des ausgiebigen Körperkontakts wechselt eine Vielzahl fremder Keime die Besitzer und trainiert auf diese Weise deren Immunabwehr. So hat eine Züricher Studie gezeigt, dass sich die Konzentration an „Killerzellen“ im Blut unmittelbar nach dem Orgasmus verdoppelt hatte. Aber bevor Polygamisten jetzt jubeln: Ungeschützter Sex birgt natürlich immer auch das Risiko von Geschlechtskrankheiten. Und, im Falle eines speziellen Parasiten (Trichomonas vaginalis), die Verschlimmerung von Prostata-Leiden. Insofern würde ausgiebiges Knutschen für den Keimtransfer schon ausreichen, tummeln sich im Mund doch die meisten Bakterien. Oder noch besser: Sex innerhalb einer festen Beziehung mit Knutschen: So fanden die Forscher auch heraus, dass sich bei Menschen mit regelmäßigem Sex (zwei- bis dreimal pro Woche) die Konzentration von Antikörpern im Speichel signifikant erhöht hatte.

3. Niedrigeres Prostatakrebs-Risiko

Um noch einmal auf die Prostata zurückzukommen: Ist die Prostata gesund, steigen bei regelmäßigem Sex die Chancen, dass sie das auch bleibt. So untermauern sowohl amerikanische als auch australische Studien die These, dass Sex Prostatakrebs vorbeugt. Männer mit mehr als fünf Orgasmen pro Woche verringern damit ihr Prostatakrebs-Risiko um satte 30 Prozent. Wobei es allerdings irrelevant ist, ob die Ejakulation durch Masturbation oder Geschlechtsverkehr geschieht.

4. Schmerzfrei und tiefenentspannt

Sex lenkt nicht nur von Schmerzen ab, sondern lindert diese auch Dank der anschließenden Entspannung. Zum Glück, schließlich kann Dauersex ja auch keine Lösung sein. Obwohl John F. Kennedy Jr. das seinerzeit wohl anders gesehen hat. Allerdings hat Selbstbefriedigung denselben Effekt. Insbesondere bei Rückenschmerzen, die oft durch Verspannungen ausgelöst werden. Zusätzlich werden durch den Orgasmus neben schmerzstillenden Hormonen auch jede Menge Glückshormone freigesetzt. Bei Kopfschmerzen empfiehlt sich allerdings das Komplett-Paket inklusive Kuscheleinheiten. Die „Tut-mir-leid-Schatz-Ausrede“ zieht also nicht mehr. Denn amerikanische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass regelmäßiger Sex Kopfschmerzen und sogar Migräne lindern, wenn nicht gar ganz eliminieren kann. Zudem lässt das regelmäßige Liebesspiel Frauen weniger unter Monatsbeschwerden leiden.

5. Besser schlafen, weniger Krankheiten

Auch der Umstand, dass viele Menschen nach dem Sex in einen besonders erholsamen Schlaf fallen, hängt (neben der körperlichen Erschöpfung) mit dem ausgeschütteten Hormon Oxytocin zusammen. Insbesondere bei Männern fällt die Erregungskurve sofort nach dem Orgasmus steil ab. Guter Schlaf wiederum stärkt das Immunsystem – endlich mal ein positiver „Teufelskreis“. Dem gleich noch ein weiterer hinzugefügt werden kann: Studien zufolge verbessert regelmäßiger Sex auch die Konzentrations- und Gedächtnisleistung, woran Schlaf ja auch nicht ganz unbeteiligt ist. Wahrscheinlich hängt es auch mit dem bis zu 24-stündigem Hormonhoch nach dem Orgasmus zusammen, dass Frauen mit regelmäßigem Sex ein gesenktes Risiko für Osteoporose und Gefäßverkalkung haben. Ach ja, Sex ist übrigens auch ein super Ventil, um Aggressionen abzubauen.

6. Konditionstraining und Wirbelsäulengymnastik

Ausgiebiger Sex verbessert die Kondition, vorausgesetzt, man legt sich dabei ordentlich ins Zeug und kommt ins Schwitzen. Je nach Intensität sollen 25 Minuten Sex den Körper genauso fordern wie eine Stunde Joggen (gut, auf den Laufstil kommt es dabei wohl ebenfalls an.) Abgesehen von heftig verrenkten Stellungen ist Sex auch die ideale Wirbelsäulengymnastik. So lockern die rhythmischen Bewegungen im Liebesspiel die Muskeln im Beckenbodenbereich, welches das Rückgrat flexibler und zugleich stabiler macht. So sehr sich Sex also als echter Burner outet, ein Fatburner ist er allerdings, entgegen landläufiger Meinungen, nicht. So verbrennt der Körper während der sexuellen Ertüchtigung durchschnittlich ungefähr 200 Kalorien. Was leider nicht zu einer signifikanten Gewichtsabnahme führt – auch nicht in Kombi mit der Zigarette danach.

7. Druck ablassen, nicht aufbauen

Trotz all dieser gesundheitsfördernden Auswirkungen ist Sex als (alleinige) Behandlungsmethode konkreter Krankheiten (abgesehen von bestimmten Kopf- und Rückenschmerzen vielleicht) nicht empfehlenswert. Weder ersetzt er den Arztbesuch, noch wird dafür ein Rezept ausstellen. Vielmehr eignet sich Sex als stressabbauende Entspannungsmethode zur Vorbeugung von Krankheiten. Allerdings nur, solange er nicht zu Hochleistungssport ausartet oder die Beteiligten unter Druck setzt. So hat eine Studie der Carnegie Mellon University in Pittsburgh unlängst gezeigt, dass zu viel Sex auch Depressionen hervorrufen kann. Allerdings hatten die Wissenschaftler die Studienteilnehmer ziemlich unter Druck gesetzt, indem sie von ihnen verlangten, doppelt so viel Sex zu haben wie gewöhnlich.

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Über den Autor/die Autorin

Kirsten Schwieger

Kirsten Schwieger ist freiberufliche Journalistin und findet, dass auch Mutterliebe die Hormone ganz schön zum Tanzen bringt.