Neu verliebt? Dann passen Sie auf diese Fallen auf

Frisch verliebt – das ist wunderschön, macht aber auch leichtsinnig. Wer verliebt ist, sollte loslassen können. Das klingt verrückt, ist aber so, weiß Autorin Bianka Echtermeyer

Nicht wirklich vieles ist schöner, als frisch verliebt zu sein. Auf einmal erlebt man die totale Bestätigung und die Hormone versetzen den Körper in einen Vollrausch. Ich denke, da sind wir uns alle einig. Aber warum ist es dann so, dass nicht jede Verliebtheit zu einer wahnsinnigen Beziehung führt? Zumindest zu keiner wahnsinnig tollen. Woran liegt das?

Vermutlich hat das fünf Millionen Gründe, aber ich muss bei dieser Frage immer an ein Interview denken, dass ich zu Anfang meiner „Liebes-Journalismus-Laufbahn“ geführt habe. Dort ging es um das Thema, warum Männer nach Dates nicht zurückrufen. Und die Paartherapeutin Susanne Veit sagte mir damals, dass viele Frauen in dieser Phase den Fehler machen würden, schon zu weit zu denken.

Jetzt ist es ein hoffnungsloser Tipp, jemanden, der verliebt ist, zu sagen, dass er oder sie doch bitte nicht dauernd an den Liebsten denken soll. Aber leider ist etwas an der These dran. Susanne Veit erklärte weiter, dass vor allem Frauen die Dinge ungern auf sich zukommen lassen wollen. Also ungefähr so: Nach dem ersten Drink an der Bar, noch vor dem ersten Kuss, haben Frauen im Geiste schon die erste Wohnung eingerichtet, die Hochzeit geplant, zwei Kinder bekommen und diskutieren mit ihrem Friseur am nächsten Tag, wie sich XY wohl bei einer Scheidung verhalten würde.

Freiheit tut der Verliebtheit gut

Okay, das ist natürlich komplett übertrieben, aber die Botschaft dahinter ist, dass der frischen Verliebtheit mehr Freiheit guttut. Egal, ob man etwas nur denkt oder tatsächlich ausspricht. Der andere merkt, ob man ihn schon in ein festes Erwartungsmuster gezwängt hat. Und das will doch niemand, gell? Schließlich geht es darum, sich dem anderen langsam zu öffnen, um so angenommen zu werden, wie man ist. Und keiner möchte als Erfüllungsgehilfe für die Wünsche des anderen enden.

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