Du bist mir nicht genug!

Dieser Satz hat die Partnerschaft von beziehungsweise-Autorin Jule Blogt verändert – und Freiraum geschaffen. Denn nun ist sie nicht mehr gezwungen, alle Erwartungen ihres Partner erfüllen zu müssen. Und umgekehrt.

„Du bist mir nicht genug“, hatte positive Auswirkungen auf meine Beziehung

Abgesehen davon, dass ich das daraus entstandene Glücksgefühl sehr genoss, hatte es eine durchaus positive Wirkung auf meine Beziehung. Da mein Herzblatt nun keinen Kompromiss mehr eingehen musste und seine Zeit mit Dingen verbringen konnte, die ihm mehr Freude bereiteten, als mit mir Entchen zu schauen, wirkte auch er zufriedener. Er musste keine Erwartungen mehr erfüllen, die er weder erfüllen wollte, noch konnte. Er musste nicht mehr eine Rolle für mich einnehmen, in der er sich gar nicht so recht wohlfühlte. 

Kein Angriff, keine Abwertung, sondern eine Erkenntnis

Rollen – in unseren Beziehungen vergeben wir so einige, auch wenn wir nur einen Menschen haben, der sie darstellen kann. Diese Rollen sollen Bedürfnisse befriedigen, die ein Mensch allein gar nicht befriedigen kann. Die Erwartung, dass der Partner unser Leben und alle damit verbundenen Wünsche und Vorstellungen erfüllen kann, ist ein Trugschluss. „Du bist mir nicht genug“ zu sagen, ist kein Angriff, keine Abwertung, sondern eine Erkenntnis, die den Weg zu mehr Beziehungszufriedenheit frei macht. 

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