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Da stehen wir also. Küssen uns. Und schmelzen.

Unsere Gastautorin Susi hat leider oft daneben gegriffen und ihr Herz an die Falschen verloren. Aber jetzt, Achtung, bahnt sich Liebe an

Da stehen wir also, nach einem perfekten 5. Date. Plötzlich nimmt er mein Gesicht in beide Hände und küsst mich so zart, dass ich mit den Schneeflöckchen um mich herum um die Wette schmelze.

Moooooooment! Was? Hier wird geknutscht?! Was ist hier passiert? Spulen wir doch mal zum Anfang zurück.

Vor ein paar Wochen lernte ich ihn kennen. An einem Samstagnachmittag trafen wir uns auf einen Kaffee und ein bisschen Spazieren gehen. Mitte 30, groß, dunkle Haare, dunkle Augen – ein guter Anfang also. Viel wichtiger war allerdings, wie ich mich in den Stunden vorher fühlte. Aufmerksame Leser kennen meine fiese Datingmacke …

Irgendwas war dieses Mal anders

Wer mich kennt, weiß, ich habe einfach keine Lust mehr auf dieses Dating Ding. Diese langatmigen Spielchen, diese „Meldet er sich oder ich mich oder keiner“-Nummer. Null Komma keine Lust mehr auf sowas. Ich beschloss einfach, ich probier mal was ganz Verrücktes und bin einfach ich, bin unaufgeregt, nett und ganz normal. (Gut, bis auf dass ich meinem Hund, aka „Der Mausilibär“, seltsame und viel zu niedliche Spitznamen gebe…). Ich beschloss auch, dass ich ihm am Ende des Dates sagen werde, wie ich ihn finde. Denn es ist doch ganz schön, wenn man ein Feedback hat, denke ich mir. Dann weiß man wenigstens woran man ist.

So stand er also da an der Straßenecke und wartete auf mich. Ich erkannte ihn gleich, weil er genau wie auf dem Foto aussah – bis auf ein paar süße graue Strähnchen, die auf seinem Schwarz-Weiß-Bild etwas untergegangen sind, aber mit Mitte 30 absolut erlaubt oder was sage ich „ERWÜNSCHT“ sind. Ich lächelte ihn an und er gab es zurück. Guter 1. Moment?! Check!!!

Der Rest war einfach angenehm normal. Wir unterhielten uns sehr nett, stellten einige Gemeinsamkeiten fest und insgeheim machte ich mir natürlich schon Gedanken über Wiedersehen oder keins.

Fassen wir also kurz zusammen, er hat sich zur Begrüßung nicht in mein Gesicht übergeben oder in der Nase gebohrt, er roch sehr angenehm, war höflich und freundlich zu mir, der Bedienung und auch zu meinem Hund – also kein Grund, warum ich ihn nicht wiedersehen sollte. So legte ich mir für den Abschied schon ein paar Worte zurecht. Ein bisschen riskant war es irgendwie trotzdem, aber hey, was hatte ich zu verlieren?! Ich war allein gekommen und wenn es in die Hose gehen würde, gehe ich halt wieder alleine. Das hat die letzten drei Jahre auch wunderbar funktioniert.

Neue Strategie: einfach mal gerade heraus sein

Einmal kurz aufrichten, ihn anlächeln und dann sagte ich ganz selbstbewusst, aber freundlich: „Du, du bist wirklich sehr nett und ich fand unseren Nachmittag sehr schön. Ich würde mich freuen, wenn wir das wiederholen können.“ Und er antwortete: „Danke, das fand ich auch! Sehr gern!“

Dann gingen er zur U-Bahn und ich zu meinem Auto. An der Ampel hielt ich kurz inne und lächelte. Zack! Da hab ich einfach ganz normal gesagt, was ich denke und es funktioniert! Seltsames Gefühl, denn irgendwie schien es in der Theorie das normalste der Welt zu sein, aber in dem Moment fühlte es sich komplett neu und sensationell an. Im Auto sinnierte ich über das Geschehene und überlegte, „Das hat so gut geklappt, das mach ich einfach weiter!“ Gesagt, getan, der nächste Tag kam und ich verfasste eine kurze Nachricht, ob er abends Lust hätte mit mir ins Kino zu gehen, inklusive Filmvorschlag natürlich. Als Antwort kam recht schnell ein „Ja, gern!“ und so ging es immer weiter. Nach einem perfekten 2. Date beschloss ich, ihn ins kalte Wasser zu werfen und nun ein paar Freunden und Bekannten vorzustellen. Am besten ungezwungen beim Weggehen an einem Samstagabend. So, dass ihm auch ausreichend Fluchtmöglichkeit bleibt.

Auch das lief wie am Schnürchen, alle schienen ihn zu mögen und er bewegte sich ziemlich souverän, in dieser, für ein Date doch recht anspruchsvollen, Situation. Vielleicht führte das auch dazu, dass ich mich zunehmend wohl in seiner Nähe fühlte und wollte ihm das auch sagen. Das bot sich nach unserem Sonntagsspaziergang am Tag darauf an. Ich warf beim Abschied (etwas weniger selbstbewusst, da ich ja in Sachen Offenheit noch im ersten Azubijahr zu sein scheine) ein, dass ich mich auf unser nächstes Treffen freue und gern Zeit mit ihm verbringe. Und uups! Keine Reaktion. Dennoch beschloss ich, mir deswegen keine Gedanken zu machen und meine Freundin munterte mich ein bisschen auf, dass er ja recht schüchtern zu sein scheint und ich einfach ein bisschen geduldig sein soll. Toll! Genau meine Stärke! Andererseits stand ja schon fest, wann wir uns wiedersehen, so blieb mir nur eins übrig und der Gedankenkreisel blieb einfach aus.

So kam also unser 5. Date. Und davor war ich echt ein bisschen nervös. Als ich ihn aber erneut vor dem Kino traf, fühlte es sich auf einmal vertraut an. Irgendwie gemütlich. Er roch gut und lächelte mich an. Es war einfach schön, ihn zu sehen. Und als wir im Kinosaal unsere Plätze eingenommen hatten passierte es! Plötzlich griff er nach meinen Händen: „Hast du kalte Hände?“ Ich erstarrte und zog meine Hände reflexartig zurück, wofür ich mich im gleichen Moment schon derart hätte ohrfeigen können.

Man, war das süß!

Es schien seine Antwort auf mein „Ich verbringe gern Zeit mit dir.“ zu sein. Als Entschuldigung kuschelte ich mich den ganzen Film über an seinen Arm und war dankbar darüber, dass die Sitze in diesem Kino etwas enger und kuscheliger waren, als beim letzten Mal. Irgendwann war der Film vorüber und er bestand auf einmal darauf, mich zu meinem Auto zu begleiten und in meinem Kopf brach eine Lawine von Gedanken los: „Oh Gott. Oh nein. Er will knutschen. Ist das nicht zu früh? Ich will noch nicht knutschen. Fällt es komisch auf, wenn ich mich umdrehe und wegrenne?! Knutschen ist zu früh! DAS IST DOCH ERST DAS 5. DATE!!!!“ Da war er wieder. Der panische Single in mir. Doch nicht ausgerechnet jetzt! Ich schluckte es runter und schaute in sein erwartungsvoll lächelndes Gesicht. Energisch kämpfte ich gegen die Gedankenlawine an und setzte zu einer Umarmung an. „Puh! Gerade nochmal gut gegangen“, dachte ich, als er auf einmal sein Gesicht in meinen Haaren vergrub. Er schien meinen Duft einzusaugen und dann begann mich sanft zu küssen. Insgeheim atmete ich auf. Ich war froh, dass er meine Panik ritterlich in die Flucht geschlagen hat. So soll ein Mann sein.

Die Schneeflocken schmolzen um uns herum und es gab nur noch uns und diesen schönen Moment. Einfach toll!

…to be continued!

Eure Susi <3

P.S.: Trauen Sie sich einfach mal was und sagen Sie Ihrem Date, was Sie fühlen. Wie Sie sehen, kann es sich lohnen. Ich werde mich also der nächsten Herausforderung stellen und ihm bei einem der nächsten Wiedersehen sagen, dass ich mich ein bisschen in ihn verguckt habe.

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Über den Autor/die Autorin

Susi

Susi ist keine 20 mehr, Single und wohnt in München. Sie philosophiert u.a. über Männer, Frauen, das Leben und die Liebe. Stets mit einer gehörigen Portion Witz und Charme.