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Als die Liebe noch einfach war

Liebeskummer, Herzschmerz: Früher war alles leichter? Jule Blogt wagt einen nostalgischen Blick zurück und besucht in der Vergangenheit sich selbst

Kleine Stühle, gerade einmal so hoch wie ein erwachsenes Schienbein, stehen um einen Tisch herum, der Zwergen zu gehören scheint. Der Geruch von süßem Früchtetee liegt in der Luft. Bilder abpausen mit dünnem Papier, welches sich immer ein bisschen wie Butterbrotpapier anfühlte, diente als Zeitvertreib. Der tägliche Mittagsschlaf war eine Qual, die nur gelindert werden konnte, indem das Schließen der Augen mit Süßigkeiten belohnt wurde. Es war die Zeit, in der ich noch von Luftballons und Zuckerwatte träumte, anstatt mich über das Weltgeschehen zu sorgen, die Kindheit. Die Zeit, in der Liebe noch einfach war.

Schwärmereien gaben uns das Gefühl erwachsen zu sein

Meinen ersten Kindergartenfreund hatte ich mit schätzungsweise fünf Jahren. Felix, der damals mein Auserwählter war, hatte zu Spitzenzeiten fünf Freundinnen, gleichzeitig. Ich erinnere mich an Gespräche mit meiner damaligen besten Freundin, die jedes Mal darauf hinausliefen, festzustellen, wer von uns beiden den Felix „mehr lieben“ würde. Diese Schwärmereien gaben uns das Gefühl, ein wenig erwachsen zu sein. Mein kindischer Leichtsinn ging so weit, dass ich sogar einmal den Bund der Ehe schloss. Weißes Kleidchen, etwas Blumenwiese in der Hand und „Ja“ gesagt. Dass ich in kurzer Zeit fast jeden Jungen meiner Kindergartengruppe geheiratet hatte, spricht wohl für sich. Es gab keine Regeln, keine Gesetze.

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Über den Autor/die Autorin

Jule Blogt

Jule ist auf der Suche, auf der Suche nach den ganz großen Gefühlen. Sie hat sich mit jeder Faser ihres Körpers der Liebe verschrieben. "Ist das Liebe, oder kann das weg?", fragt sie sich jeden Tag aufs Neue. Zu welchen Ergebnissen sie dabei kommt, beschreibt sie auf ihrem Blog juleblogt.de