Alle guten Männer sind vergeben oder schwul

Was macht vergebene oder schwule Männer so interessant?

Neben dem Aspekt der (antrainierten) weiblichen Fähigkeiten ist es die Absichtslosigkeit. Ein Mann, der nicht auf der Jagd ist, wirkt wesentlich souveräner, da er nicht verzweifelt versucht, Interesse zu wecken. Gerade Damen, die ständig umworben werden, fällt dies wohltuend auf. Unbewusst nehmen sie wahr, dass dieser Mann anders ist als die anderen und dadurch wird er interessant. Nur leider aus Gründen, die nicht für eine Beziehung sprechen.

Dass Schwule und Verpartnerte auch nach der Offenbarung weiterhin das Objekt der Begierde bleiben, liegt oft daran, dass gerade das Unerreichbare für uns so reizvoll ist. Es wird zur spannenden Herausforderung, den anziehenden Mann doch der Anderen abzuluchsen oder dem Mann, der Männer liebt, zu zeigen, dass er im tiefsten Herzen eigentlich auf Frauen steht.

Mythos oder Wahrheit?

Meiner Meinung nach ist aus oben genannten Gründen oft etwas dran an der Redensart „Alle guten Männer sind vergeben oder schwul.“ Für mich steckt dahinter aber auch ein überhöhtes Anspruchsdenken. Wie realistisch ist es im echten Leben, den „perfekten“ Mann zu finden? Durch TV-Serien, Kinofilme und Werbung wird uns das Idealbild eines attraktiven, klugen, wohlhabenden Mannes vorgegaukelt, der auf dem weißen Pferd angeritten kommt, um die Auserwählte zu retten. Mit der Realität hat das nicht viel zu tun! Es gibt viele Männer da draußen, die sich nicht durch Machogehabe bemerkbar machen und die vielleicht nicht auf den ersten Blick dem Ideal entsprechen. Diese Männer sind genauso verzweifelt und hoffnungsvoll auf der Suche nach einem Partner, wie Sie, liebe Damen. Warum wagen Sie nicht ab und zu einen zweiten Blick und geben den „uninteressanten“ Männern eine Chance? Wie perfekt sind Sie selbst? Wie sehr entsprechen Sie der „Traumfrau“ aus den Medien? Im Grunde geht es doch in einer Partnerschaft nicht darum makellos zu sein, sondern darum, gemeinsam Spaß zu haben und voneinander zu lernen, miteinander zu wachsen. Und einen perfekten Mann zu nehmen wäre doch langweilig, oder? An ihm gibt es ja nichts mehr zu optimieren 😉


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