Was, wenn einer aus der Beziehung plötzlich Lust auf erotische Experimente hat – und der andere nicht?

Für Mattias hängt alles davon ab, dass sie als Paar zusammen agieren

Matthias empfindet es ja durchaus als Entgegenkommen, dass Frauke ihm die Freiheit lässt, in einen Swingerclub zu gehen. Das sie ihm vertraut, dass er sich das Geschehen anschaut, ohne sie zu betrügen.

„Aber es ist trotzdem nicht das Gleiche, wie wenn wir das als Paar machen würden“, sagt Matthias traurig. „Denn ich möchte mich mit Frauke austauschen, mit ihr das Erlebnis teilen. Und ja, ich gebe es zu, wenn es mir dort gefällt, dann könnte ich mir natürlich auch vorstellen, dass wir mitmachen. Wohlgemerkt: Wir, nicht ich. Ich glaube, wenn Frauke ein einziges Mal mitkommen würde und danach sagt, nein, nie wieder, ich habe nun gesehen, wie es dort zugeht, das ist unerträglich für mich, wäre das besser als diese komplette Verweigerung. Ich will dagegen angehen, Frauke aus ihrer Abwehr einen Vorwurf zu machen, auch wenn es mir gerade schwerfällt. Ich denke darüber nach, ob ich irgendwie in eine Midlife-Crisis verstrickt bin, doch ich würde das spontan total verneinen.

Matthias hat Angst, dass es ihm im Swingerclub zu gut gefallen könnte

Mir ist Frauke am Ende des Tages viel zu wichtig, um aus dieser Sache etwas zu machen, was uns wirklich trennt. Aber zwischen uns steht es jetzt schon. Ich weiß noch nicht, ob ich allein in einen Club gehe, ich glaube, das macht mir keinen Spaß. Ich merke, dass ich enttäuscht bin. Diese Enttäuschung zu überwinden und Frauke wieder nahe zu sein, das ist im Moment fast wichtiger als mein Wunsch nach einer sexuellen Herausforderung. Wenn ich in einen Club gehe, dann sollte in dem Moment zwischen Frauke und mir alles gut sein. Wovor ich Angst habe: Dass ich es in einem Swingerclub richtig gut finde, und dass ich genau weiß, da kannst Du nie mit Frauke hingehen. Das geht wirklich langfristig auf Kosten unserer Harmonie. Das nehme ich ihr vielleicht übel, wenn auch unbewusst. Dann muss ich noch mal neu ran an das Thema. Das sitzt mir jetzt schon im Nacken.

Frauke weiß das. Sie sieht das cool, sie denkt, ich habe gerade nicht alle Tassen im Schrank, und das geht vorbei. Sie sagt: „Liebster, ich kenne Dich. Du bist da nach zehn Minuten wieder draußen. Und bei mir. In unserem Bett, in meinen Armen.“ Matthias sagt nachdenklich: „Wir werden sehen.“

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