Eine schlaflose Nacht wegen dir

Es kann so nicht weitergehen

Die Zeiger drehen ihre Runden, es ist fast Aufstehzeit. Ich wünsche mir, dass diese Nacht vorbei geht. Wie die anderen zuvor. Es ist immer dasselbe. Und obwohl ich weiß, was kommt, ist es jedes Mal aufs Neue zermürbend. Es kann so nicht weitergehen. Das weiß ich. Aber meine Griffe sind zu fest in dir verankert, ich kann sie nicht mehr lösen. Ich kann nicht ändern, wer ich bin, aber ich verrenke und verdrehe mich bis zur Unkenntlichkeit, um es passend zu machen.

Ich fühle mich ungeliebt und fehl am Platz

Ich stehe auf, mache mir einen starken Kaffee. Es hat keinen Sinn mehr. Du kommst nicht und hältst mich fest. Du redest lieber mit einem Besoffenen in irgendeiner Kneipe über den Sinn des Lebens. Oder du … Nein, ich schiebe den Gedanken weg. Er würde mich zerstören. Ich schaue aus dem Fenster, wo die Sonne sich langsam durchs Dunkel schiebt. Ich drücke den Home-Knopf meines Handys in der niemals endenden Hoffnung, dass du eine meiner zehntausend Nachrichten beantwortet hast. Nichts. Ich öffne WhatsApp und schaue, wann du zuletzt online warst. Gestern, bevor du gegangen bist. Du gibst mir kein Lebenszeichen. Du willst meine Sorgen nicht wegpusten, mich beruhigen. Es interessiert dich nicht. Ich fühle mich ungeliebt und fehl am Platz, eingesperrt in einem Käfig aus zerbrochenen Träumen, enttäuschten Hoffnungen und viel unerwiderter Liebe. Ich komm da nicht raus, weil ich so an dir hänge. Aber an was genau? Szenen schieben sich vor meine müden Augen, Szenen aus schönen Zeiten. Du und ich zusammen, dein Lachen, ich in deinen Armen. Es ist wohl das Wunschdenken, dass es irgendwann wieder so wird und es nur eine Phase ist.


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