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Eine schlaflose Nacht wegen dir

Es ist halb 4 morgens und ich kann nicht schlafen. Ich starre Löcher in die Luft. Wo bist du? Gastautorin Christiane Mieth über eine Nacht, die nicht vorbeigehen möchte

Wir haben uns gestritten, bevor du gingst. Und obwohl ich weiß, dass man niemals im Streit auseinander gehen soll, ließ ich es zu. Ich würde gern lapidar sagen, dass ich nicht einmal mehr genau weiß, worum es ging. Aber ich weiß es, weil es seit Wochen ein Dauerbrenner ist. Du hast keine Lust auf das klischeehafte Pärchenleben: abends zusammen essen, schön ins Kino oder auf die Couch, gemütlich kuscheln. Du willst raus ins Leben. Willst etwas erleben. Und ich bremse dich mit meinen spießigen Vorstellungen einer Beziehung. Ich kann dich nicht festhalten, klammere mich aber trotzdem mit aller Kraft an dir fest. Weil ich nicht will, dass du gehst. Ich will, dass du bleibst. Dass du mich liebst. Aber je mehr ich klammere, desto mehr stoße ich dich in die andere Richtung. Ich weiß das. Ich kann nur nicht anders.

Wo, zum Henker, bist du?

Also ziehst du um die Häuser, während ich zuhause bleibe und versuche, zur Ruhe zu kommen. Ich kann dich nicht begleiten. Mein Tag beginnt nämlich halb 9 morgens, wenn ich zur Arbeit gehe. Ich brauche die Energie für meinen Job. Aber statt mich auszuruhen, frage ich mich, wo zum Henker du bist. Warum ist es dir wichtiger, weg als bei mir zu sein? Warum bin ich dir nicht wichtiger? Was genügt dir an mir nicht?

Ich mache mir Sorgen um dich

Die Gedanken rasen hin und her, mein Kopf kommt einfach nicht zur Ruhe. Wie ein Mantra sage ich mir immer wieder: Schlaf endlich ein, schlaf, schlaf. Aber ich kann nicht. Ich mache mir Sorgen um dich. Wo bist du? Geht es dir gut? Bist du bei einer anderen Frau? Tränen schießen mir in die Augen bei dem Gedanken. Ich wische sie weg, versuche ruhig zu atmen. Ich spiele mit dem Gedanken, dich über einen Ortungsdienst zu orten oder die Polizei anzurufen. Ist natürlich Quatsch. Das macht die Müdigkeit mit mir, ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen, bin völlig durch den Wind. Könnte schreien und heulen und Dinge durch den Raum werfen. Aber ich bleibe nur völlig ermattet und stumm im Bett liegen. Manchmal springe ich auf und laufe zur Tür, weil ich meine, etwas zu hören. Dich. Aber du bist es nicht.

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Spooren

Christiane Spooren (geb. Mieth) liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.