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Oh je, sie will reden?

Ich besuchte einen Freund, also den Menschen, der mich in vielen Dingen bislang immer sehr zuverlässig und kompetent beraten hatte. Ich zeigte ihm die Textnachricht. Und er fragte mich zuerst, wo ich denn lese: „Wir müssen reden!“ Das stand da nicht. Ich dachte es nur. Ich projizierte meinen Glaubenssatz in ihren Wunsch, mit mir reden zu wollen.

Er fragte auch, wo da stünde, dass ich nicht gut genug wäre. Nein, dass ich nicht gut genug bin, stand da nicht. Ich war der Einzige, der das dachte. Da stand, dass sie lieber reden will. Nicht weil wir müssen, sondern weil sie es möchte. Und sie hat ja auch recht, dass Kino ein ungünstig gewählter Ort ist für ein Gespräch unter zwei Menschen, die sich gerade näher kommen.

Gedanken sind manchmal echt böse Drachen, die uns komische Sachen sagen, die aber nirgendwo geschrieben stehen. Sie suggerieren uns Botschaften, die auf uns bedrohlich wirken, und unangenehme Gefühle, manchmal sogar Ängste auslösen. Diese Drachen werden sichtbar, wenn wir die Situation aus der Distanz betrachten. Dann fällt uns möglicherweise auf, dass es nur Gedanken sind, angeeignet zumeist in der Kindheit, da wo wir wirklich glauben mussten, nicht gut genug zu sein. Als Kind sieht man ja auch Gespenster, wo in Wahrheit nur der Wind die Gardinen bewegte. Und wenn uns keiner sagt, dass es der Wind ist, weil ein Fenster offen steht, dann sind wir nahezu gezwungen an Geister zu glauben.

Jetzt weiß ich, dass ich gut genug bin. Ich bin immer gut. Und ich darf zufrieden sein. Und es spielt auch keine Rolle, was jemand anders denkt, denn der hat seine eigene Wahrheit, möglicherweise sogar seine eigenen Glaubenssätze und diese haben in der Regel nichts mit mir zu tun. Nur weil jemand etwas nicht gut findet, was ich tue, heißt es nicht, dass ich nicht gut genug bin. Es heißt nur, dass er es nicht gut findet. Mein eigener Wert bleibt davon unberührt.

Danach freute ich mich umso mehr auf den gemeinsamen Abend mit ihr. Und ja, es war wirklich wunderschön, denn sie freute sich mit mir mit, dass ich diese Erkenntnis hatte.

Ja, es ist schon erstaunlich, was das Leben mit mir macht. Noch vor einiger Zeit glaubte ich nicht einmal mehr an die Liebe, bis ich ihr begegnen durfte. Danke.

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Über den Autor/die Autorin

Leonard Anders

Im Jahr 2015 wurde bei Leonard Anders eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Kurz nach seiner mittleren Reife hatte er seinen ersten Zusammenbruch und mit ihm begann eine wahre Odyssee. Er war fast ein Jahr durchweg in der Psychiatrie, überlebte drei Suizidversuche, war obdachlos und kämpfte sich von ganz unten wieder nach oben. Nach erfolgreicher Aufarbeitung seiner verletzten inneren Kindanteile arbeitet Leonard Anders heute als Coach und Lebensberater und hilft Menschen dabei, ihre Glaubenssätze und Trigger aufzulösen.