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Den Partner richtig loben – kinderleicht!

Kritisieren fällt uns in der Beziehung meist leicht – doch ein Lob kann so viel mehr bewirken. Warum wir uns dabei ruhig an Erziehungsmethoden für Kinder orientieren dürfen und was es dabei zu beachten gilt

„Das hast du echt toll gemacht!“

„Du kannst stolz auf dich sein, dass du die Aufgabe so gut gelöst hast!“

„Ah, das Bild ist wirklich schön, danke!“

Lobende Sätze, die Eltern zu Kindern sagen. Wer so motivierend mit Kindern spricht, glaubt an die Kraft des Lobens. Psychologen wissen: Kinder brauchen Anerkennung, sie wollen wahrgenommen werden und benötigen zugewandte Kommunikation. Nur so werden sie später einmal zu selbstbewussten Erwachsenen.

Womit wir beim Thema wären: Kann das, was für Kinder gut ist, womöglich auch in Beziehungen wirken? Frei nach dem Motto: Sie lobten glücklich, bis der Tod sie scheidet?

Loben statt Herumnörgeln

Das Wichtigste vorweg: Der Partner ist, anders als ein Kind, niemand, den man noch erziehen muss. Er ist kein Ahnungsloser, dem man den Unterschied zwischen richtig und falsch, zwischen gefährlich und harmlos und zwischen egoistisch und solidarisch erst noch erklären muss. Nicht umsonst sind Erziehungsversuche („Den biege ich mir schon noch hin!“/ „Das treibe ich ihr aus!“) einer der häufigsten Gründe, weshalb Partner in einer Beziehung unzufrieden sind. Niemand will „hingebogen“ werden, schon gar nicht in der Beziehung.

Stichwort: Augenhöhe.

Aber trotzdem gibt es Dinge, die wir aus der Kindererziehung über das richtige Loben lernen können. Man muss sich das Konzept „Lobe deinen Partner wie dein Kind“ als eine erprobte Kommunikationstechnik vorstellen. Eine Kommunikationstechnik, deren Ziel es ist, zu bestärken und den anderen (Kind/Partner) im besten Fall zu beflügeln. Mit dem Ergebnis, dass der Gelobte sich anerkannt fühlt und den Lobende ebenfalls etwas davon hat, nämlich: ein verdammt gutes Gefühl.

Dazu muss man sich nur einmal anschauen, wie man ein Kind am besten lobt:

  • konkretes Verhalten loben
  • ehrlich loben
  • ohne Hintergedanken loben
  • keine Selbstverständlichkeiten abfeiern
  • nicht zu wenig loben
  • nicht zu viel loben
  • auch Versuche anerkennen

Ein Loblied auf das Lob

Konkret auf die Paarbeziehung übertragen heißt das etwa, dass man seinem Liebsten das nächste Mal für ein ganz konkretes Verhalten Lob zollt, über das man sich ehrlich gefreut hat: „Dass du heute den Einkauf erledigt hast, hat mir echt den Abend gerettet, danke dafür!“ Eher unglaubwürdig wäre es hingegen, dem Partner vorzuschwärmen, er wäre „ein Geschenk Gottes an die Menschheit“, bloß, weil er ein Mal mit einem Netz Kartoffeln, Gemüse und Weißwein nach Hause gekommen ist.

Ganz wichtig: Das Lob muss von Herzen kommen. „Die neue Jacke steht Dir hervorragend,“ sagen und in Wirklichkeit denken „Oh Gott, wie schlimm die an ihm aussieht!“ bringt nicht wirklich Freude in die Beziehung. Statt sich auf Äußerlichkeiten zu konzentrieren, könnte man den Fokus ja zum Beispiel auf sein verschmitztes Lächeln legen, dass einem noch immer umhaut.

Den Blick auf das Positive lenken

Männer beklagen sich oft darüber, dass sie es ihren Frauen nie recht machen können. Ein „Ich habe den Abend mit dir heute wirklich genossen“, kann da schon für viel Entspannung sorgen. Eigentlich ist es auch überhaupt nicht schwer oder aufwändig, den Anderen zu loben – trotzdem scheint es uns, gerade in langen Beziehungen, viel einfacher zu sein, uns drauf zu konzentrieren, was uns stört.

Die Frage ist: Worauf wollen wir unsere Aufmerksamkeit lenken? Auf das, was negative Gefühle in uns auslöst oder auf Dinge, die uns ermutigen? Vielleicht sollten wir wirklich öfter ein Loblied auf das Lob singen:

Hier ein paar Ideen für ein Lob:

  • „Ich weiß es zu schätzen, dass du heute früher gegangen bist.“
  • „Danke fürs Zuhören.“
  • „Du bist gerade noch attraktiver für mich geworden, …

… seit du die Dreijährige stundenlang bespaßt hast.“
… seit du dem Hund das dreckige Fell geschrubbt hast.“
… seit du dieses alberne Yoga-Trainingsvideo mit mir geguckt hast.“

Vielleicht stellen Sie ja dann fest: Die Sache mit dem Lob ist eigentlich kinderleicht. Einen Versuch ist es allemal Wert.

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Über den Autor/die Autorin

Simone Deckner

Simone Deckner liebt vieles: britischen Humor, Karamellcreme, PJ Harvey, ihren Freund, Dokumentarfilme, freie Vormittage mit ihrem Hund, „Medical Detectives“ und ihren Beruf. Seit 2002 arbeitet die freie Journalistin in Hamburg, zuletzt u.a. im Ressort Liebe&Partnerschaft für BRIGITTE Digital.