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Du hast doch was! Ein schlechtes Gewissen?

Der Tag der Wahrheit

Und dann erwische ich ihn eines Abends dabei, wie er sein Handy schnell in die Hose steckt, als ich in den Raum komme. Weil mein Stressradar wie gesagt seit Tagen dauerrot ist, patze ich ihn an, was das soll. „Nichts“, sagt er wieder. Ich werde böse und fahre ihn an, ob er etwas zu verbergen hat. „Nein, nein. Ach Quatsch!“ Ich werde noch böser und schreie wütend, dass er doch schon seit Tagen so komisch ist und ich mich ganz schön veräppelt fühle und er doch bitte endlich ehrlich sein soll.

Raus mit der Sprache!

Er seufzt, reibt sich die Stirn und antwortet gequält: „Es ist mein Kumpel Max. Er hat Karten für das Dortmund-Spiel.“ Ich schaue ihn erwartungsvoll an und werde ungeduldig. „Und?“ Er zuckt die Schultern. „Nichts und. Ich gehe nicht mit.“ Ich verstehe das Problem nicht. „Was hat das jetzt mit uns zu tun?“, frage ich gereizt. Es kostet ihn sichtlich Überwindung, weiter zu sprechen. „Ach nichts. Ich wäre gern mitgegangen, weil ich schon ewig nicht mehr im Stadion war. Aber das ist an diesem Feiertag und da wollten wir doch zusammen wegfahren. Ach egal, vergiss es, ja?! Nicht so wichtig.“

Er will mich nicht enttäuschen

Achsoooo, jetzt klingelt es bei mir. Er will zu diesem Fußballspiel und hat ein schlechtes Gewissen, mir das zu sagen, weil er mich nicht enttäuschen will. Der Süße! Ich setze mich auf seinen Schoß und streichle ihm durchs Haar. „Geh doch dorthin, wenn du Lust drauf hast! Das ist total in Ordnung. Ich mache mir hier einen schönen Tag mit Beauty-Programm und Serien-Marathon oder gehe shoppen oder sonstwas. Ich beschäftige mich schon! Wenn dir das Freude machen würde, dann kannst du ruhig zu dem Spiel gehen!“

Ich bin doch nicht böse!

Seine Augen leuchten auf. „Du bist nicht böse?“ Ich lache. „Quatsch, wieso sollte ich? Du kannst mir das doch einfach sagen, anstatt hier tagelang wie ein Kater herumzuschleichen, der das Gewürzregal abgeräumt hat. Ich habe mir schon Sorgen gemacht, dass du etwas ausgefressen hast.“ Er drückt mich fest an sich. „Ich wollte dich nicht so sitzen lassen. Meine Ex hat ständig deswegen Terror gemacht. Mir vorgeworfen, dass ich sie vernachlässige und mir alles andere wichtiger ist als sie. Und ich wollte auf keinen Fall, dass du das Gefühl bekommst, nicht meine Nummer Eins zu sein.“

Der Stressradar ist wieder im Lot

Ich streichele ihm über den Rücken. „Ach was, alles in Ordnung! Ich freue mich doch für dich, wenn du einen schönen Tag hast. Sag es mir das nächste Mal einfach nur direkt.“ Wir küssen uns und ich bin heilfroh, dass es nichts Schlimmes war. Ein Fußballspiel. Herrje! Mein Stressradar ist wieder im Lot und die bösen Geister werden mich nachts so schnell nicht mehr peinigen.

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Spooren

Christiane Spooren (geb. Mieth) liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.