Wann bin ich wohl wieder frei?

Im Nachhinein war ihre Liebe ein Scherbenhaufen, verpackt in Umzugskartons. Und wahrscheinlich war es sogar von Anfang an absehbar. Unsere anonyme Autorin blickt zurück auf eine Affäre

Alles begann durch dein ehrenamtliches Engagement, beziehungsweise dem Engagement, das dir deine damalige Partnerin auf’s Auge gedrückt hat. So bist du in mein Leben gestolpert – und wolltest “nie mehr gehen”. Du, mehr als zehn Jahre älter, seit einem Jahr an eine mir bekannte, deutlich ältere Frau gebunden, aber alles andere als glücklich in dieser “Lebenslage”. Meine mehrjährige Beziehung hatte sich zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens bereits so weit auseinander gelebt, dass die Trennung nur noch ausgesprochen werden musste …. – der Klassiker.

Du hast mich bei beruflichen Besuchen umworben, gemeinsame Interessen gefunden, eine ganz gewisse Spannung aufgebaut. Bis es dann soweit war und wir uns trafen. Allein, ohne berufsbedingte Gründe, einzig und allein, um füreinander da zu sein und Zeit miteinander zu verbringen. Ab diesem Punkt wusste ich, dass es unumgänglich war, meine Beziehung zu beenden und tat dies auch. Du konntest diesen Schritt nicht so einfach gehen, aus Angst vor ihrer Reaktion.

Dein Weg war von zweigleisigem Fahren geprägt. Du wolltest sie durch Abweisung, Streit und immer neuen Wohnungsanzeigen aus deinem Haus und deinem Leben befördern. Das war zumindest deine Aussage, welche im Nachhinein betrachtet eine Lüge war. Du konntest die gewohnten Strukturen nicht loslassen. So begann also unsere insgesamt sechs Monate andauernde Story mit extremen Höhen und genauso extremen Tiefen.


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