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Meine Beziehung ist Mist. Und es liegt an mir.

Wenn es nicht rund läuft, zeigen wir gern mit dem Finger auf den Partner. Unsere Leserin tat das auch, viel zu lange Zeit. Und hat nun eine erschreckende Einsicht: Sie trägt entscheidenden Anteil

Wir waren damals wie alle frisch Verliebten: keine Minute ohne einander. Der Himmel rosarot. Wir gegen den Rest der Welt. Und wir waren später wie alle, die sich schon etwas länger kennen: Wir verstanden einander ohne Worte. Wussten, was der andere mag und was nicht. Hatten unsere wiederkehrenden Streitthemen. Heute? Tja, heute sehe ich, dass ich dich nicht habe sein lassen, wie du bist. Immer wieder und viel zu oft deine Macken zu gravierenden Fehlern aufgeblasen habe.

Doch der Reihe nach: Mir fiel alles in den Schoß. Ich wusste schon immer ganz genau, was ich will. Wie mein Leben und meine Beziehung zu sein haben.

Ich presste dich in mein Schema

Du warst mal schlecht drauf? Ich war genervt, statt dich in den Arm zu nehmen und mir liebevoll anzuhören, was dich bedrückt. Denn in meiner Welt ist das Leben ein knallbunter Ponyhof. Und mein Partner soll da bitteschön mitziehen. Ich stempelte dich als Miesepeter ab.

Du spultest im Bett Schema F ab? Ich war gelangweilt, statt mit dir darüber zu reden, ob wir nicht einmal gemeinsam etwas Neues ausprobieren wollen. Oder vielleicht mal selbst aus dem Quark zu kommen und dich zu überraschen. Ich stempelte dich als Langweiler ab.

Du wolltest deine Familie öfter zu uns einladen? Ich schaltete auf Durchzug, wollte die Zeit exklusiv mit dir haben, statt zu erkennen, dass die Rasselbande nun mal zu dir gehört und sie dir wichtig sind. Ich stempelte dich als Nesthocker und Muttersöhnchen ab.

Du liebäugeltest mit einer beruflichen Neuorientierung? Ich fragte, ob du noch ganz bei Trost wärst, dir deine Position und die Kohle durch die Lappen gehen zu lassen, statt wahrzunehmen, dass du kurz vorm Burn Out standst und fast jeden Tag mit Grummeln im Bauch ins Büro gingst. Ich stempelte dich als riskant und verantwortungslos ab.

All diese Stempel führten nach einer gewissen Zeit dazu, dass ich uns und unsere Liebe schlecht machte. Ich dich schlecht machte. An all dem warst in meinen Augen jedoch nur du schuld. Du machtest das sehr lange mit, versprachst, du würdest dich ändern. Doch ich, du, wir beide merkten, dass sich nicht alles ändern lässt.

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Über den Autor/die Autorin

Leserbeitrag

beziehungsweise-Leser erzählen in ihren eigenen Worten authentisch, emotional und inspirierend wahre Liebesgeschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!