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Wer bin ich, wenn ich date?

Warum wir uns beim Dating so oft verstellen. Jeder kennt es: Beim Daten wollen wir uns von unserer besten Seite präsentieren. Nichts gegen ein bisschen Blenden, aber wo fängt die Selbstverleugnung an? 

Ich schüttelte den Kopf – jetzt, wo mich mein Date nicht mehr sehen konnte. Es waren erst ein paar Minuten vergangen, seit wir uns voneinander verabschiedet hatten (mit Wangenküssen), doch schon ging ich im Kopf den ganzen Abend noch einmal minutiös durch:

Was war gut gelaufen?

Was so gar nicht?

Wo hätte ich besser reagieren können?

Und warum in Dreiteufelsnamen hatte ich behauptet, ich würde mich total für die amerikanische Basketball-Liga interessieren. Basketball? Das Gespräch war bis dahin relativ entspannt zwischen unverfänglichen Berufsanekdoten und gemeinsamen Filmvorlieben hin- und her gependelt. Nach meinem vorgetäuschten Sportinteresse aber durfte ich mir eine halbe Stunde (gefühlt: drei) anhören, welcher Spieler gerade den Highscore in der NBA hatte und welcher wegen Verletzungspech auf der Bank saß. Interessant. Nicht!

Viele Singles wollen zu sehr gefallen

Ich war erneut in die Falle getappt. Eine Falle, die sich viele Singles beim Daten selbst stellen: der Sucht, zu gefallen. Der Wunsch, dass der andere das Date beeindruckt verlässt, ist so groß, dass ihm alles andere dahinter verblasst. Auch, und das ist das wirklich fatale, unser wahres Ich.

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Über den Autor/die Autorin

Simone Deckner

Simone Deckner liebt vieles: britischen Humor, Karamellcreme, PJ Harvey, ihren Freund, Dokumentarfilme, freie Vormittage mit ihrem Hund, „Medical Detectives“ und ihren Beruf. Seit 2002 arbeitet die freie Journalistin in Hamburg, zuletzt u.a. im Ressort Liebe&Partnerschaft für BRIGITTE Digital.