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Versetzt beim ersten Date – Was nun?

Wer sich virtuell bereits festlegt, möglicherweise sogar Gefühle entwickelt, sich in die Vorstellung verliebt, „Endlich den oder die Richtige“ kennengelernt zu haben, setzt sich – verständlicherweise – der Gefahr aus, böse enttäuscht zu werden. Schreiben kann man viel. In der Realität fängt es bei Null an.

Rene (Name verändert): Ich fühlte mich wie der letzte Depp. Eigentlich halte ich nicht viel von Online-Dating. Es wird sogar gesagt, dass da nur „Gestörte“ oder „Frustrierte“ rumlaufen, aber Marie schien wirklich anders als alle anderen Frauen zu sein, die ich sonst so kennenlernte. Wir haben eine Woche lang geschrieben. Danach wollten wir uns treffen, erst mal nur für einen Spaziergang und einen Kaffee, also ganz altmodisch auf neutralem Boden. Und dann habe ich im Café gesessen und auf sie gewartet. Ihre Handynummer hatte ich leider nicht. Diese gibt sie, so sagte sie, frühstens beim ersten Treffen heraus. Nach dem dritten Kaffee bin ich schließlich gegangen. Als ich zu Hause dann online ging, las ich ihre Nachricht: „Du, tut mir leid, das wird heute nichts, meine beste Freundin hat Liebeskummer – ich muss mich um sie kümmern, ich melde mich. LG“ Sie hat sich bis heute nicht gemeldet.

Es empfiehlt sich tatsächlich vorher zu telefonieren oder wenigstens Handynummern für den Notfall auszutauschen. Es kann immer etwas dazwischen kommen. Natürlich muss man(n) bedenken, dass frau ihre Nummer nicht rausgeben mag, aufgrund zuvor gemachten, schlechten Erfahrungen. Dieses gilt es durchaus zu respektieren. Nur sollte sich frau dann überlegen, ob sie aufgrund dieser Erfahrungen vielleicht etwas am eigenen Verhalten verändern möchte, vielleicht sogar die Finger vom Online-Dating zu lassen, statt dann womöglich jemand anderem (z.B. einen Mann, der noch nie jemanden versetzt hat) diese Erfahrung zu ersparen.

Ich persönlich habe mit jedem Mitgefühl, der versetzt wurde und ich kann sämtliche Gedanken und Gefühle, die daraus resultieren nachvollziehen. Auch ich wurde schon versetzt und auch ich hab die Trauer verdrängt und mich in Wut hinein gesteigert, bis mir besagte Person egal wurde, ich den Schmerz verdrängt hatte und mir einredete, dass die Person mich eben nicht verdient habe, einfach um mich selber nicht mehr abwerten zu müssen. Der Zweifel an meiner eigenen Person ging trotzdem nie ganz weg und die Angst beim nächsten Mal versetzt zu werden, erweckte meinen Kontrollfreak in mir. Ich brauchte am Ende ganz viel Sicherheit. Mittlerweile aber sehe ich das Ganze entspannter, weniger emotional.

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Über den Autor/die Autorin

Leonard Anders

Im Jahr 2015 wurde bei Leonard Anders eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Kurz nach seiner mittleren Reife hatte er seinen ersten Zusammenbruch und mit ihm begann eine wahre Odyssee. Er war fast ein Jahr durchweg in der Psychiatrie, überlebte drei Suizidversuche, war obdachlos und kämpfte sich von ganz unten wieder nach oben. Nach erfolgreicher Aufarbeitung seiner verletzten inneren Kindanteile arbeitet Leonard Anders heute als Coach und Lebensberater und hilft Menschen dabei, ihre Glaubenssätze und Trigger aufzulösen.